14. Jänner 2008 19:49
Nach dem dramatischen Appell der Eltern von Jasmin Soriat – die sich sicher
sind, dass die Vorsorge-Impfung an ihrer Tochter nach drei Wochen zum Tod im
Schlaf geführt haben muss – liefen am Montag die Telefone beim Hersteller
des Impfstoffes heiß. Hunderte wollten Aufklärung, wie gefährlich die
HPV-Impfung gegen Gebärmutter-Krebs ist. Der Pharmakonzern Sanofi-Pasteur
MSD wiederum wandte sich an ÖSTERREICH, um in einer ersten Reaktion den Tod
von Jasmin Soriat zu bedauern. Gleichzeitig bemühte sich Sprecherin Dr.
Dworan-Timmler, den Einzelfall herauszustreichen, „denn die bedenklichen
Reaktionen überschreiten nicht das Übliche“.
Entzündungen
Indes erfuhr ÖSTERREICH von einem zweiten
HPV-Impfschicksal aus dem Raum Linz. Dort ließ sich im Vorjahr eine
15-jährige Schülerin – und wie Jasmin ebenfalls topfitte Sportlerin – mit
dem neuen Vorsorgemittel impfen: Das Mädchen landete – ebenfalls drei Wochen
nach der Impfung – auf der Intensivstation mit einer Entzündung im Stammhirn
und im Rückenmark. Es folgten sechs Tage Intensivstation und sieben Wochen
Rehab. Laut Ärztediagnose handelte es sich um eine akute disseminierte
Encephalomyelitis (ADEM), möglicherweise ausgelöst durch die HPV-Impfung.
Ein Geheimpapier aus dem Ministerium, das ÖSTERREICH zugespielt bekam,
zeigt, dass auch Gesundheitsministerin Kdolsky Bedenken gegen die
Massenimpfung gegen HPV hegt. Ein Mitarbeiter fasst zusammen:
- Es gibt keine Erkenntnisse über Spätfolgen und Nebenwirkungen.
- Ungenaue Werte über Langzeit-Immunisierung.
- Der Impfstoff ist nicht für Kinder getestet, obwohl der Hersteller
eine Impfung ab dem 9. Lebensjahr empfiehlt.
- Der Impfstoff ist unverhältnismäßig teuer.
- Die HPV-Impfung wirkt in Wahrheit nur bei 70 Prozent der krebsverursachenden
HP-Viren.
- Dagegen schaffen regelmäßige PAP-Abstriche einen
100-prozentigen Schutz. Wird nur noch geimpft und nimmt die
Vorsorgeuntersuchung durch Abstriche ab, ist mit einer Steigerung der
Krebsfälle zu rechnen.