30 Diebstähle an Bahnreisenden geklärt

50.000 Euro Schaden

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30 Diebstähle an Bahnreisenden geklärt

Nach monatelangen Ermittlungen hat die Polizei jetzt 30 Diebstähle an Reisenden auf den Hauptbahnhöfen in Salzburg und Innsbruck aufgeklärt. Sie lastet zwei Verdächtigen aus Polen einen Gesamtschaden von rund 50.000 Euro an. Die beiden Männer im Alter von 51 und 31 Jahren sitzen in der Justizanstalt Salzburg in U-Haft. Ein 60-jähriger Mittäter verbüßt wegen Beteiligung an mehreren Diebstählen in Innsbruck eine Haftstrafe.

Gedränge ausgelöst
Die Verdächtigen sollen die Diebstähle seit dem Vorjahr begangen haben. Sie hatten es vor allem auf ältere Reisende abgesehen. Der jüngere der beiden Polen verursachte laut Exekutive beim Einsteigen in den Zug ein Gedränge, um die Aufmerksamkeit gezielt auf sich zu lenken. Der zweite Täter nutzte die Unaufmerksamkeit des Opfers aus und stahl dessen Geldbörse. Vor der Abfahrt stiegen die Diebe rasch aus, manchmal winkten sie ihren Opfern noch zu. In einem Fall schlug der 31-Jährige auf einen Fahrgast ein und riss dessen Mantel auf, um die Geldbörse zu stehlen.

Mit Kreditkarten erwischt
Mit den Bankomat- und Kreditkarten, die in den Geldbörsen steckten, führten die Täter 14 Geldbehebungen durch. Die dazugehörigen PIN-Codes fanden sie in den Geldtaschen. Auch das darin befindliche Bargeld steckten sie in die eigene Tasche, die leeren Geldbörsen schmissen sie weg. Der 51-jährige und der 31-jährige Pole wurden am 27. März in der Salzburger Innenstadt festgenommen. Das Duo hatte mit den Kreditkarten einer Bahnreisenden mehrere Einkäufe im Wert von rund 3.000 Euro bezahlt. Ein Monat zuvor war bereits der 60-jährige Mittäter der beiden von Beamten der Polizeiinspektion Saggen-Innsbruck nach einem Diebstahl auf dem Hauptbahnhof Innsbruck festgenommen worden.

Während der 31-jährige Pole in 20 Fällen geständig ist, bestreit der 51-Jährige jeglichen Tatzusammenhang. Im Frühjahr konnte die Polizei einen weiteren Verdächtigen aus Polen identifizieren. Der Gesamtschaden aus zwei Diebstählen an Bahnreisenden beträgt 940 Euro. Der Aufenthaltsort dieses Mannes ist derzeit nicht bekannt. Allen Beschuldigten wird u.a. gewerbsmäßiger Diebstahl, Raub, schwerer Betrug und Urkundenunterdrückung vorgeworfen.

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