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Abgestürztes Flugzeug in Salzburg war zu schwer

Horror-Unfall

© FF Mauterndorf

Abgestürztes Flugzeug in Salzburg war zu schwer

Jenes Kleinflugzeug aus Wels, das am vergangenen Sonntag in Mauterndorf im Lungau kurz nach dem Start abgestürzt war, soll zu schwer gewesen sein. Laut Flugplatz-Betriebsleiter Wilhelm Huber seien die Startbedingungen für die Piper "PA 28 Warrior "nicht günstig gewesen: "Die Maschine war mit drei Personen beladen, vollgetankt und mit 160 PS für einen Start bei 1.100 Meter Flugplatz-Höhe wahrscheinlich zu schwach motorisiert." Bei dem Unfall sind die drei Insassen aus Oberösterreich zum Teil schwer verletzt worden.

Mehrere negative Einflüsse
Die Piper aus Aluminium und Eisen habe ungefähr 1.000 Kilogramm gewogen. "Bei einer Platzhöhe von 1.100 Meter Seehöhe ist die Luft dünner, bei der warmen Außentemperatur am Sonntag war die Luft noch dünner. Noch dazu war Windstelle - das wirkt sich auf die Startbedingungen ebenfalls negativ aus. Auch die 1.000 Meter lange Graspiste ist da ein bisschen ein Hindernis, obwohl sie schön abgemäht war. Das Flugzeug hätte zum Starten vielleicht auch ein längeres Flugfeld gebraucht", erklärte Huber am Donnerstag. Seines Wissens nach war das Flugzeug noch auf keinem so hoch gelegenen Alpenflugplatz gelandet.

Unfallhergang
Als die einmotorige Maschine an der Pisten-Markierung noch immer nicht abhob, "haben wir zum Pilot über Funk gesagt: Brich ab". Der Pilot habe das Flugplatz aber hochgerissen. Sie streifte wegen zu geringer Flughöhe einige Stauden, flog in weiterer Folge gegen einen Baum und stürzte auf eine Sumpfwiese. Das Wrack sei von einem gerichtlich beeideten Sachverständigen bereits besichtigt worden und befinde sich jetzt in einem Container in Mauterndorf, sagte Huber. Die kriminalpolizeilichen Erhebungen sind noch nicht abgeschlossen.

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Am Sonntagnachmittag ist zweites Kleinflugzeug auf einer Wiese in Wals-Siezenheim (Flachgau) notgelandet. Nach Angaben der Polizei blieb der 52-jährige Pilot Christian F. aus der Stadt Salzburg, der alleine in der "Kitfox Skystar" gesessen war, unverletzt.

Salzburger Flughafen in der Nähe
Die Notlandung ereignete sich südlich des Salzburger Flughafens auf einer ebenen Wiese zwischen Viehhausen und Loig. Nach Angaben des Flughafensprechers Alexander Klaus war die viersitzige Maschine mit deutschem Kennzeichen aus Zell am See gekommen. Um 17.23 Uhr meldete der Pilot beim Anflug auf den Airport Salzburg einen Motorausfall - zu diesem Zeitpunkt befand er sich noch über deutschem Boden in Bad Reichenhall.

"Perfekte Notlandung"
"Der Pilot hat die Maschine noch sachte heruntergebracht. Es war eine perfekte Notlandung", schilderte Feuerwehreinsatzleiter Matthias Eibl. Von außen war kein Schaden am Flugzeug erkennbar, auch das Fahrwerk war nicht gebrochen. Zu einem Treibstoffverlust kam es nicht. Der Pilot zeigte sich sehr erleichtert, dass alles gut aus gegangen war.

Flugzeug-Abtransport
Rund 60 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren Wals und Viehhausen sowie Polizei und Rotes Kreuz standen im Einsatz. Die Feuerwehrleute sperrten das Gelände, das sich außerhalb des Rettungsbereiches des Salzburger Flughafens befand, ab und leiteten den Abtransport des Flugzeuges ein.

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