25. August 2011 20:10

Auf dem Sonnblick 

Absturz: Tödliches Gletscher-
Drama

Alpinist stürzte in Eisspalte: Helfer rutschten aus und fielen auf ihn - tot.

Absturz: Tödliches Gletscher-
Drama
© ÖAMTC

Nur eine Woche vor dem 125-Jahre-Jubiläum der höchsten Wetterstation Europas spielten sich auf dem Gletscher an der Landesgrenze zwischen Salzburg und Kärnten spektakulärer Szenen wie in einem Action-Film ab: Hubert W. (61), Bergsteiger aus der Region, war allein über die eisigen Hänge auf 3.000 Meter unterwegs – und stürzte 20 Meter tiefe in eine Gletscherspalte.

Lebensgefährlich verletzt konnte der Verunglückte selbst per Handy noch die Bergrettung in Heiligenblut alarmieren. Daraufhin wandte sich der Notrufmitarbeiter an die ZAMG-Station: „Friedl, schau du runter!“

Rettungsaktion auf dem Sonnblick
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Alpinunfall auf dem Sonnblick in Salzburg - Rettungsaktion
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Alpinunfall auf dem Sonnblick in Salzburg - Rettungsaktion
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Alpinunfall auf dem Sonnblick in Salzburg - Rettungsaktion
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Alpinunfall auf dem Sonnblick in Salzburg - Rettungsaktion

Schneebrücke
Das ließ sich sich der Wetterwart und erfahrene Bergfex Friedl Wallner (54) nicht zweimal sagen. Gemeinsam mit dem 34-jährigen Wiener Gletscherforscher Bernhard Hynek stieg er zum Unglücksort hinab – sie schauten von einer ansonsten stabilen Schneebrücke in die Tiefe zum abgestürzten Bergsteiger. Doch ohne Vorwarnung brach die Brücke ein – und die Helfer wurden selbst in die Tiefe gerissen.

Verschüttet
Dabei dürfte Hubert W. endgültig verschüttet worden sein – er konnte später leider nur noch tot geborgen werden.

Der abgestürzte Wetterwart und der Glaziologe konnten lebend mit Seilen aus der eisigen Spalte geborgen werden – sie wurden vom ÖAMTC-Hubschrauber „Christophorus 7“ und vom Knauss-Heli „Martin 4“ ins Spital Lienz nach Osttirol geflogen.

Spital
Laut Bernhard Niedermoser, dem Chef der Wetterdienststelle Salzburg, dürften seine beiden Mitarbeiter das Bergdrama relativ glimpflich überstanden haben – wobei Friedl Wallner schwerer verletzt wurde als der Wiener, der das Krankenhaus schon wieder verlassen konnte.

Autor: R. Kopt, M. Lassnig

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1 Posting
gato meint am 29.08.2011 13:10:10 ANTWORTEN >
Der Verunglückte Hubert W. war ein vielseitiger Pilot und seit vielen Jahren immer wieder am Flugplatz Zell am See zu sehen. Warum er bei so einer Bergtour alleine unterwegs war ist eigentlich nicht nachvollziehbar, da er sonst immer als vorsichtiger Fliegerkollege von Allen geschätzt wurde. Vielleicht hätte eine richtige Seilsicherung vor dem Absturz in die Gletscherspalte geholfen. Da er noch selber die Bergrettung verständigen konnte, zeigt auf, dass er noch Hoffnung haben konnte. Die Retter haben aber auch nur das Beste gewollt und das "Schicksal" hat entschieden.
Wir Fliegerkollegen trauern mit seiner Familie ....
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