Baby von Vater schwer misshandelt

Verdacht in Salzburg

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Baby von Vater schwer misshandelt

Der Österreicher hatte am Mittwoch der Vorwoche sein acht Monate altes Baby in das Salzburger Landeskrankenhaus (LKH) gebracht und angegeben, es sei gestürzt. Da der geschilderte Unfallhergang nicht mit dem Verletzungsmuster übereinstimmte, schöpften die Ärzte der Kinderchirurgie Verdacht und schlugen Alarm.

Gegen den Kindesvater wird wegen des Verdachtes der absichtlich schweren Körperverletzung und wegen Quälens oder Vernachlässigens von Unmündigen ermittelt. Die Salzburger Gerichtsmedizin soll nun in Untersuchungen klären, wie die Verletzungen dem Kind zugefügt wurden.

Ein Fingerabdruck auf der linken Wange des Mädchen machte die Ärzte hellhörig. Die Vermutung lag nahe, dass der Abdruck von einem Schlag ins Gesicht stammen könnte. Die Eltern des Kindes hatten hingegen erklärt, dass der Bluterguss und die Schwellung an der Wange von einem Sturz herrührten. Die Mediziner untersuchten die kleine Patientin in Richtung Kindesmissbrauch und stellten eine Blutung am Augenhintergrund und eine Gehirnverletzung fest.

"Der Verdacht hat sich verhärtet", hieß es aus dem LKH. Die spitalseigene Kinderschutzgruppe bestehend aus Ärzten, Pflegepersonal, Sozialarbeiterin, Psychologen und Jugendamtsvertretern wurde eingeschaltet und Ende vergangener Woche Anzeige erstattet.

Gegen die Mutter des Babys besteht kein Verdacht. Sie hat das Mädchen ins Spital begleitet und darf dort bei ihm bleiben. Das Jugendamt muss nun über die weiteren Schritte entscheiden.

Erst knapp vor einem Jahr wurde im Fall "Elma" ein 43-jähriger Kindesvater wegen des Verdachtes der Kindesmisshandlung in Salzburg im Zweifel freigesprochen. Am 11. November 2007 war sein damals vier Monate altes Baby mit einem Oberschenkelbruch, der angeblich von einem Sturz stammte, ins Spital gebracht worden. Die Ärzte entdeckten ältere Brüche, das Gericht konnte aber nicht nachweisen, woher die Verletzungen stammten.

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