Bundesheer zittert vor Schweine-Grippe

Schweinegrippe

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Bundesheer zittert vor Schweine-Grippe

Was ÖSTERREICH bereits berichtet hatte, wurde am Mittwoch nun auch von offizieller Seite bestätigt: Zwei Vorarlberger, die als Rekruten in der Schwarzenbergkaserne Dienst versehen, haben sich mit der Schweinegrippe infiziert.

Mitgebracht haben die jungen Männer die gefährliche Krankheit von einem gemeinsamen Thailand­urlaub. Sie waren vergangenen Donnerstag von einem Rucksacktrip zurückgekehrt und hatten die Viren mit im Gepäck, als sie Montagabend einrückten.

Kurz nach ihrem Eintreffen in der größten Kaserne Westösterreichs klagten sie über grippeähnliche Beschwerden. Daraufhin wurden sie sofort in die Feldambulanz in der Rainerkaserne in Glasenbach eingeliefert.

Ein Soldat wurde unter Quarantäne gestellt
Die Erkrankung ist nicht gefährlich. „Den Rekruten geht es sehr gut“, erklärte Militärsprecher Oberst Gerhard Funk am Mittwoch. Ein Soldat konnte die Feldambulanz inzwischen wieder verlassen. Der Zweite lag am Mittwoch im zweiten Stock unter Quarantäne. Gemäß dem Salzburger Katastrophenplan ist nämlich Kontakt nach Außen untersagt. Behandelt wird der Rekrut mit dem Medikament Relenza.

Für seine Kameraden ändert sich dadurch nichts: „Die Grundausbildung wird für diese Kompanie nicht abgebrochen, sie geht weiter“, so Funk.

Zuvor hatte es am späten Dienstagabend einen weiteren Verdachtsfall gegeben: Bei einem dritten Vorarlberger aus derselben Kompanie traten ebenfalls Grippesymptome auf. Der junge Mann wurde sofort isoliert. Am Mittwochmittag dann die Entwarnung: „Der Verdachtsfall hat sich nicht bestätigt“, so Funk.

Familien der Erkrankten bekamen Tamiflu
Auch alle anderen Rekruten und Bediensteten, die mit den drei Soldaten Kontakt gekommen waren, wurden über die Symptome der Schweinegrippe belehrt und vorsorglich mit behandelt.

Da die beiden Erkrankten über das Wochenende zu Hause in Vorarlberg gewesen waren, wurden auch ihre Familien und Freunde informiert und zur Vorsorge mit dem Grippemittel Tamiflu ausgerüstet.

Matthias Lassnig

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