23. September 2011 13:05

Schwer verletzt 

Erstklassler in Flachgau von Bus überrollt

Sechsjähriger betrat in Mattsee trotz Anhaltung durch Schülerlotsen den Zebrastreifen.

Erstklassler in Flachgau von Bus überrollt
© APA

Auf dem Weg zur Schule ist heute, Freitag, in der Früh ein sechsjähriger Bub in Mattsee im Salzburger Flachgau von einem Bus überrollt und dabei schwer verletzt worden. Obwohl zwei Schülerlotsen eine Schülergruppe an einem Zebrastreifen angehalten hatten, versuchte der Sechsjährige die Straße auf dem Zebrastreifen zu überqueren. Der 32-jährige Lenker eines ÖBB-Postbusses nahm den Erstklassler nicht mehr wahr, so die Polizei. Er erlitt komplexe Beckenverletzungen und zahlreiche innere Verletzungen.

Zustand stabil
Der Volksschüler wurde mit dem Rettungshubschrauber in das Landeskrankenhaus Salzburg gebracht. "Sein Zustand ist stabil. Er hat keine Kopfverletzungen erlitten", sagte Kliniksprecherin Mick Weinberger. Der Bub wurde am Vormittag in der Kinderchirurgie operiert. Der Busfahrer und die Kinder der Volks- und Hauptschule Mattsee mussten psychologisch betreut werden.

Bub ignoriert Lotsen
Der Unfall ereignete sich um 7.30 Uhr. Der Busfahrer hatte das zwölf Tonnen schwere Fahrzeug auf Höhe des Zebrastreifens in der Münsterholzstraße gestoppt. Die mit Warnwesten und roten Warnkellen ausgerüsteten Hauptschüler sicherten den Schutzweg und ließen einige Kinder über die Fahrbahn gehen. Danach stellten sich die Lotsen wieder auf den Gehsteig und hielten nachkommende Kinder mit den Warnkelle an. Als der Buschauffeur die Fahrt langsam fortsetzte, trat der Sechsjährige auf die Fahrbahn.

Laut Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) wurden im Vorjahr 31 Kinder im Alter von sechs bis 15 Jahren Opfer eines Verkehrsunfalls auf dem Schulweg im Bundesland Salzburg. Im Jahr 2008 waren es ebenso viele, im Jahr 2009 um acht weniger. In den vergangenen fünf Jahren kam dabei keines der Kinder in dieser Altersgruppe ums Leben. Die Salzburger KfV-Sprecherin Ursula Hemetsberger hält die Schulwegsicherung durch Schülerlotsen für sinnvoll, "noch besser sind aber Elternlotsen - sogenannte Schulwegpolizisten. Sie haben mehr Befugnisse, sie dürfen Fahrzeuge anhalten. Schülerlotsen müssen Verkehrslücken abwarten."


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3 Postings
Mexxes meint am 23.09.2011 22:27:25 ANTWORTEN >
Das kommt wenn man Kinder nicht erzieht und sie machen können was sie wollen. Der Fehler liegt da nur bei den Eltern die ihn nicht dazu anhalten auf andere zu hören und Anordnungen zu befolgen. Steht heute ja auf der Tagesordnung bei dem antiautoritären Schei§§.
Der_Realist meint am 24.09.2011 12:38:44
Das wichtigste ist, dass der Junge wieder gesund wird und keine folgeschäden bleiben.
So wie ich den Bericht gelesen habe, gibt es hier nur Opfer, in erster Linie natürlich der Schulbub, aber auch die Eltern, der Lenker und der Schülerlotse. Solche Unfälle sind tragisch und manchmal gibt es einfach niemanden der schuld hat und es passiert trotzdem.
MattseeerIn meint am 24.09.2011 07:21:42
@mexxes: Da platzt mir echt der Kragen. Du hast doch keine Ahnung und beschuldigst hier die Eltern die jetzt so erwas xvhlimmes durchmachen müssen und sich dann von dir hier noch Vorwürfe anhöre n müssen Schäme dich!
Ich war ganz in der Naehe. Es standen zum Unfallzeitpunkt sehr viele Kinder an dem Zebrstreifen. Sie waren zum gerade mit dem besagten Bus gekomme. Keiner weiß warum der Junge loslief. Vielleicht hat er das Signal über sehen. Das kann bei so vielen Kindern schon mal vorkommen. Es war ein Unfall, keiner hat Schuld. Den Eltern vorzuwerfen Sie haetten ihr Kind falscherzogen zeugt, dass du offenbar keine anständige Erziehung genossen hast. Die gehen gerade durch die Hölle und brauchen Trost. Ich wuensche ihnen und dem Bub alles Gute und viel Kraft!
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