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Hotel des FPÖ-Chefs ausgebrannt

Feuer-Inferno in Ski-Ort

Hotel des FPÖ-Chefs ausgebrannt

In nur 12 Stunden brannte das ganze Haus aus: Das Traditions-Hotel „Glemmtalerhof“ in der Top-Skiregion Saalbach-Hinterglemm (Salzburg). Karl Schnell (57, Chef der Salzburger FPÖ und Arzt) und seine Frau Christine verloren ihr Lebenswerk: Der Frau gehört das Hotel, die Familie wohnte im Haus.

Diashow Glemmtalerhof im Pinzgau abgebrannt

Das Feuer brach in der Sauna aus

Das Feuer brach in der Sauna aus

Das Feuer brach in der Sauna aus

Das Feuer brach in der Sauna aus

Das Feuer brach in der Sauna aus

Das Feuer brach in der Sauna aus

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Das Inferno begann beim Abendessen: Gegen 22.15 Uhr wurde plötzlich Alarm geschlagen, viele der 140 Gäste saßen noch im Speisesaal. Der Dachstuhl stand in Flammen. Schon bald füllten sich alle Stockwerke mit Rauch. Sofort mussten die Urlauber evakuiert werden. Das Personal rannte durch alle Gänge um nachzusehen, dass niemand in einem der 68 Zimmer gefangen war. „Ein Brand in einem Hotel ist ein Supergau, ein Inferno“, so Michael Eberharter, Kommandant der Feuerwehr.

Zwei Gäste schliefen, das Feuer merkten sie nicht
Nach dem durchforsten der Namenslisten war klar: Zwei Personen waren noch im brennenden Haus. Im zweiten Stock schliefen ein Vater und sein Sohn, bekamen anfangs nichts von der Katastrophe mit. Die Feuerwehr rettete die beiden, brachte sie mit einer Rauchgasvergiftung ins Spital. Die anderen Gäste wurden noch in der Nacht in anderen Hotels untergebracht.

350 Feuerwehrmänner kämpften gegen die Flammen. Bis 10.00 Uhr am Vormittag loderte das Feuer. Danach mussten noch Glutnester gelöscht werden. Karl Schnell kann es am nächsten Tag noch nicht fassen: „Die Saison ist für uns gelaufen. Danach können wir erst weiterschauen.“

Der FP-Politiker war die ganze Nacht und den ganzen Montag vor Ort. In der Früh stand er schockiert vor der Ruine: „Ich schätze, das ist ein Totalschaden.“ Jetzt beginnt die Suche nach der Ursache. Die Sachverständigen arbeiten seit gestern Nachmittag nonstop. Klar ist bisher: Das Feuer brach im fünften, dem obersten Stock in der Nähe der Sauna aus. Hoteliersgatte Schnell: „Es dürfte ein Lüftungsproblem oder ein Kabelbrand schuld sein.“

Gestern kamen auch die meisten der Evakuierten, um sich den Schauplatz des Infernos anzusehen: „Wichtig ist nur, dass niemandem etwas passiert ist in dieser panischen Situation“, sagt Sanne (19) aus Holland.

Die Hotelgäste blieben allesamt unverletzt. Am Montagnachmittag konnten die Gäste - mit Gummistiefeln und Helm - für kurze Zeit in ihre Zimmer zurückkehren und Wertsachen holen, berichtet der ORF Salzburg.

Die meisten Urlauber reisten bereits am Montag ab, etwa die Hälfte blieb in Saalbach und wurde in benachbarten Hotels untergebracht.

ÖSTERREICH: Wie haben Sie den Brand erlebt?
Karl Schnell: Ich war in der Wohnung oben im Haus – noch habe ich nichts gerochen, nichts gemerkt. Dann habe ich kurz weg müssen. Wie ich weggefahren bin, sind die ersten Flammen schon aus dem Dach geschlagen. Meine Söhne haben versucht zu löschen, einer ist schnell in die Wohnung gerannt, hat unseren Mischlingshund gerettet.

ÖSTERREICH: Was geschah dann als Erstes?
Schnell: Das Wichtigste war die Evakuierung. Da haben alle mitgeholfen. Das war sagenhaft – in 10 Minuten waren alle draußen. Alle haben geholfen: Gäste, Mitarbeiter, Nachbarn, andere Hoteliers.

ÖSTERREICH: Ist das Haus noch zu retten?
Schnell: Es ist der Wasserschaden enorm, weil fünf Millionen Liter hineingepumpt wurden. Der 4. und 5. Stock sind ganz ausgebrannt. Ich schätze, das ist ein Totalschaden.

ÖSTERREICH: Ist das Gebäude zur Gänze versichert?
Schnell: Ja, versichert ist alles – da ist meine Frau sehr vorsorglich.

ÖSTERREICH: Wo wohnen Sie jetzt?
Schnell: Wir sind bei Freunden untergekommen. Die Söhne auch bei Bekannten. Es sind alle verteilt – auch die Großmutter.

ÖSTERREICH: Wie geht es jetzt weiter?
Schnell: Die Saison ist für uns gelaufen. Danach können wir erst weiterschauen. Ich denke schon, dass wir es wieder aufbauen – das ist das Lebenswerk meiner Frau und mir. Glücklich bin ich nur, dass niemand ernsthaft verletzt wurde. Das zählt am meisten.

Autor: (pom)
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