Masern-Epidemie in Salzburg breitet sich aus

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Masern-Epidemie in Salzburg breitet sich aus

Die Behörde rechnet damit, dass sich die Epidemie noch weiter ausbreiten wird. Jene Schule, von der aus die Ausbreitung begonnen hat, wurde bis 6. April gesperrt, berichtete das Informations-Zentrum der Stadt Salzburg am Montagnachmittag.

Merkblätter und Informationsabende
Inzwischen sind nicht mehr nur Schüler und Lehrer der Rudolf-Steiner-Schule erkrankt, sondern auch Kinder anderer Schulen. Besonders in der Musikhauptschule Maxglan II bestehe ein Ansteckungsrisiko, dort wurden bereits Merkblätter ausgeteilt und kurzfristig ein Informationsabend veranstaltet.

Da allein die Waldorfschule von mehreren hundert Kindern besucht wird, bestehe trotz der Sperre die Gefahr einer massiven weiteren Ausbreitung, vor allem, weil viele Eltern und Schüler nicht gegen die Masern geimpft sind und die Impfung aufgrund ihrer anthroposophischen Überzeugung ablehnen.

Bereits fünf Tage vor und vier Tage nach Ausbruch des typischen Masern-Ausschlags ist die Krankheit stark ansteckend. Masern-Erkrankungen sind für Risikogruppen aufgrund des hohen Fiebers selbst schon gefährlich, können aber in der Folge zu einer akuten Gehirnentzündung mit schweren Dauerschäden führen.

Experten raten zur Impfung
Laut Experten wäre eine derartige Ausbreitung durch eine Impfung zu verhindern gewesen. Auf Ö1 warnte Impf-Experte Ingomar Mutz vor einer österreichweiten Epidemie. Die Durchimpfungsrate betrage in der Bevölkerung zurzeit 90 Prozent, für einen optimalen Schutz wären aber mindestens 95 Prozent nötig.

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