Prozess wegen Auftragsmord neu aufgerollt

Geplanter Mord

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Prozess wegen Auftragsmord neu aufgerollt

Ein spektakulärer Schwurgerichtsprozess wegen "Mordversuchs" und "Anstiftung zum Mordversuch" musste am Mittwoch in Salzburg neu aufgerollt werden. Im November 2007 wurde ein 39-jähriger Physiotherapeut aus dem Flachgau zu zwölf Jahren Haft verurteilt, weil er laut Erstgericht u.a. einen Killer auftreiben wollte, der seine Ehefrau töten sollte. Wegen Verfahrensmängel hob der Oberste Gerichtshof das Urteil auf. Der neue Prozess ist für zwei Tage anberaumt, ein Urteil wird am Freitag erwartet.

Suche nach Killer
Um seine Frau wegen seiner Geliebten "aus dem Weg zu räumen", soll der Angeklagte im Vorjahr einen befreundeten Baumeister beauftragt haben, einen Killer für seine Gattin zu suchen. Der Therapeut "wollte sich aus finanziellen Gründen nicht scheiden lassen", argumentierte der Staatsanwalt im ersten Prozess, was der Angeklagte aber damals bestritt. Er habe seine Frau nur entführen lassen wollen, nach ihrer Rückkehr hätte sie sich mit seiner neuen Beziehung schon abgefunden, so der Beschuldigte.

Auftraggeber hingehalten
Für die Mithilfe zum Mord sollte der befreundete Geschäftsmann nach vollendeter Tat nicht nur mit 30.000 oder gar 300.000 Euro aus einer Lebensversicherung, sondern auch mit einer Wohnung und Schuldenerlass belohnt werden. Doch der Baumeister - er ist achtmal vorbestraft - soll den Auftraggeber so lange hingehalten haben, dass dieser ungeduldig wurde. Laut Staatsanwalt wollte der Angeklagte seinen Freund im Juli 2007 sogar erstechen, was der Baumeister allerdings im ersten Rechtsgang dementierte und ihn somit entlastete.

Das Erstgericht fällte am 26. November 2007 ein Urteil im Sinne der Anklage. Der Verteidiger des Physiotherapeuten legte dagegen Berufung und Nichtigkeitsbeschwerde ein, weil er die Glaubwürdigkeit des Baumeisters in Zweifel stellte. Das Höchstgericht hob schließlich beide Wahrsprüche des Gerichts auf. Diesmal sollen auch noch von der Verteidigung beantragte Zeugen von dem neu zusammengesetzten Schwurgericht gehört werden.

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