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Regen hat Salzburg weiter fest im Griff

Unwetter

Regen hat Salzburg weiter fest im Griff

Die Feuerwehr ist seit zwei Wochen 24 Stunden am Tag im Einsatz, doch gottlob machen sich keine Erschöpfungserscheinungen breit: „Die Stimmung in meiner Truppe ist nach wie vor sehr gut“, atmet Feuerwehr-Chef Eduard Schnöll gegenüber ÖSTERREICH auf und betont: „Trotz der vielen Einsätze sind meine Mitarbeiter noch topmotiviert.“

Seit Anfang Mai kämpfen die Feuerwehrmänner gegen das Hochwasser an – die Anzahl der Einsätze schoss daher schon auf 200 allein in der Stadt in die Höhe. „Der Boden ist wegen dem vielen Regen schon so gesättigt, er nimmt einfach kein Wasser mehr auf“, kommentiert ein Feuerwehr-Mann die aktuelle Lage: „Auch in die Kanäle geht nichts mehr rein.“

Kindergarten und Haus der Natur von Fluten bedroht

Am Dienstag bescherte der Regen der Landeshauptstadt wieder etliche Feuerwehr-Einsätze. Beim gerade eben eröffnete Haus der Natur am Anton Neumayr Platz schreckten die Besucher am frühen Nachmittag kurz auf, als das Wasser vor dem Eingang nicht mehr abrinnen konnte und sich eine überdimensionale Pfütze bildete.

„Wir haben das Wasser dann schnell abgepumpt und sind dann aber gleich weiter in die Schwarzstraße“, hieß es von der Feuerwehr: „Dort stand das Wasser in einem Kindergarten bei der evangelischen Kirche knöcheltief.“

In Henndorf ging eine Schotter-Mure ab

Im Flachgau löste sich die Erde durch das viele Regenwasser und rollte auf die auf die Henndorfer Landesstraße und einiger Zubringerstraßen zu. Die freiwilligen Feuerwehren aus Henndorf und Thalgau mussten Vermurungen und Überflutungen entlang der Landesstraße beseitigen. Viele Felder und Wiesen verwandelten sich in Seenlandschaften.

Nur Schritttempo auf der A1- Westautobahn

Auf der A1-Westautobahn zwischen Salzburg und Eugendorf zwang der starke Regen den Verkehr zu Schrittgeschwindigkeit, weil das Wasser zentimeterhoch auf der Fahrbahn stand. Mehr als 200 Feuerwehrleute standen am Abend und in der Nacht auf heute im Dauereinsatz und auf Abruf.

In Lengfelden, Lamprechtshausen, Anthering und Abtenau kam es ebenso zu Überflutungen – und kein Ende ist in Sicht.(lam)

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