Rohrbombe zerfetzte Hand

"Bastel" Unfall

© Lassnig

Rohrbombe zerfetzte Hand

„Wir waren neugierig“, flüsterte der Lungauer Daniel L. (18) am Mittwochnachmittag vor dem Kadi. Gemeinsam mit seinem Freund bastelte der Maurergeselle am 19. Dezember des Vorjahres an einer Rohrbombe. Dazu hatte er 500 „Schweizer-Kracher“ gekauft.

Das „Opfer“ Christoph H. füllte das Schwarzpulver von 200 Krachern in ein Metallrohr. „Beim Einfüllen ist es dann passiert“, erzählt der Angeklagte und atmet tief durch: „Es kam zur Explosion.“

Christoph (18) trat in den Zeugenstand und erzählt mit bebender Stimme: „Mir fehlen seitdem drei Finger an der rechten Hand.“ „Haben Sie Forderungen an den Angeklagten?“ fragte der Richter. „Nein, wir haben das ja gemeinsam gemacht“, antwortete der tapfere Lungauer.

Urteil: Sobald Daniel L. 70 Stunden gemeinnützige Arbeit abgeleistet hat, kann das Verfahren eingestellt werden.(lam)

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