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Saalbach: Ursache für Brand noch unklar

Nach Feuer-Inferno

Saalbach: Ursache für Brand noch unklar

Nach dem Großbrand im Hotel "Glemmtalerhof" in Saalbach-Hinterglemm (Pinzgau) an den Weihnachtsfeiertagen wird mit Hochdruck nach der Brandursache ermittelt. Unterdessen wurde bei einer behördlichen Begehung des vom Brand und Löschwasser schwer beschädigten Hauses untersucht, welche Sicherungsmaßnahmen an dem Gebäude erforderlich sind, so dass es zu keinen weiteren Schäden kommt. Endgültig "Brand aus" wurde laut dem stellvertretenden Bezirkshauptmann von Zell am See, Bernhard Gratz, am Montag gegen 19.00 Uhr gegeben.

Diashow Glemmtalerhof im Pinzgau abgebrannt

Das Feuer brach in der Sauna aus

Das Feuer brach in der Sauna aus

Das Feuer brach in der Sauna aus

Das Feuer brach in der Sauna aus

Das Feuer brach in der Sauna aus

Das Feuer brach in der Sauna aus

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Brandwache

Die Feuerwehr hielt in der Nacht auf Dienstag noch Brandwache. "Es wurde kontrolliert, ob sich nicht weitere Glutnester entfachen", sagte Gratz. Die Mehrheit der 141 evakuierten Gäste sind bereits abgereist. Etwas mehr als 30 Urlauber bleiben bis zum Ende ihres Urlaubes in dem Wintersportort. Sie erhielten Ersatzquartiere in sieben anderen Hotels. Die Urlauber seien nicht verzweifelt gewesen, "die Leute sind froh, dass sie am Leben sind", sagte Wolfgang Breitfuß, Direktor des Tourismusverbandes.

Abriss?

Ob der Glemmtalerhof abgerissen wird, steht wie die Brandursache noch nicht fest. "Den Zustand des Hauses müssen Sachverständige beurteilen. Ich gehe davon aus, dass Teile zu retten sind. Letztendlich entscheiden das die Eigentümer, die Familie Schnell. Die Saison ist jedenfalls gelaufen, das Hotel wird in diesem Winter nicht mehr geöffnet", erklärte Statiker Gerald Haussteiner von der "Baucon Zt GmbH" in Zell am See, der gestern den Glemmtalerhof inspiziert hatte.

Im Laufe des Dienstags wird mit einem Kran das zerstörte Kupferdach entfernt - ebenso das Vordach, das sich in Richtung Straße geneigt hat. Danach wird das Dach notdürftig abgedeckt. Der Salzburger FPÖ-Landesparteiobmann Karl Schnell, dessen Frau Christine das Hotel führte, geht davon aus, dass der vierte und fünfte Stock des Hotels abgerissen werden müssen. "Das schaut nach Totalschaden aus", sagte er. Sachverständige der Versicherung, Techniker und Statiker würden nun überprüfen, wie hoch der Wasserschaden im Haus ist und ob die anderen Stockwerken bestehenbleiben können.

Zwei Stockwerke völlig ausgebrannt
Der vierte Stock und das Dachgeschoß im fünften Stock des Hotels sind völlig ausgebrannt. Auch die Dachgeschoßwohnung der Familie Schnell. "Wenn das Feuer etwas später ausgebrochen wäre, hätte es uns sicher erwischt", meinte Karl Schnell. Der Politiker und praktische Arzt war gerade auf dem Weg zu einer Patientin, als Flammen aus dem Dach schlugen. "Unser Sohn Jörg konnte noch unsere Hündin Bielak aus der versperrten Wohnung retten. So dramatisch es ist, wenn das Heim abbrennt: Für uns alle ist es das Wichtigste, dass niemand zu Schaden gekommen ist. Ich glaube, wir sind so stark, dass wir das Lebenswerk meiner Frau wieder aufbauen. Einige Gäste haben sich schon für das nächste Jahr angemeldet. Die Gespräche mit der Versicherung laufen, das dürfte kein Problem sein." Seine Familie fand bei Verwandten und in Nachbarhotels eine Bleibe.

Die Brandermittlungen konzentrieren sich auf das Dachgeschoß. Schnell hatte in der Brandnacht vermutet, dass möglicherweise ein technischer Defekt in der Sauna das Feuer entfacht habe. Die Klärung der Brandursache "wird noch einige Zeit" dauern, meinte der stv. Bezirkshauptmann Gratz. Drei Experten des Bundeskriminalamtes, Abteilung Forensik und Technik, und zwei Experten des Landeskriminalamtes forschen nach der Brandursache. Die Erhebungen waren schwierig und nicht ungefährlich, weil die Statik des Gebäudes unsicher war und auch das Dach abgetragen wurde. "Vermutlich werden die Brandermittler auch morgen noch im Einsatz sein", sagte Polizeisprecher Michael Rausch.
 

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