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Streit um Auto: Mann auf der Straße erschossen

Im Salzburger Flachgau hat am Donnerstagnachmittag ein Streit um ein Auto zwischen zwei Männern tödlich geendet. Im Zuge der Auseinandersetzung bei Straßwalchen zog einer der beiden eine Schusswaffe und feuerte damit auf seiner Kontrahenten. Dieser ging zu Boden und starb noch am Tatort. Wenig später konnte die Polizei in der Nähe einen Verdächtigen festnehmen, der eine Pistole bei sich hatte.

Streit um Auto
Abgespielt hatte sich die Bluttat auf der Tannbergstraße zwischen den Ortschaften Steindorf und Köstendorf auf einem sehr abgelegenen, waldigen Abschnitt rund 50 Meter von zwei Häusern entfernt. Die beiden Männer hatten sich dort am frühen Nachmittag getroffen. Offenbar gab es wegen einer Reparatur an einem Fahrzeug etwas zu klären, wie der Tatverdächtige später bei einer ersten Einvernahme der Polizei schilderte. Aus noch nicht näher bekanntem Grund eskalierte die Auseinandersetzung. Es entwickelte sich eine Rauferei, im Zuge derer der Täter eine Pistole zog und zumindest einmal auf seinen Gegner schoss. Dieser sackte zusammen. Der Täter rannte Richtung Holzfeld davon.

Zeuge beobachtete Tat
Ein Zeuge hatte den Vorfall beobachtet. Um 14.22 Uhr langte bei der Polizei ein Notruf ein, sagte Polizei-Sprecherin Eva Wenzl. Der Anrufer teilte mit, dass es dort eine Rauferei gebe und eine Person auf der Straße liege. Außerdem wurde die Polizei informiert, dass einer der beiden offenbar ein 54-jähriger Tschetschene sei, der in Straßwalchen wohnhaft ist.

Opfer starb am Tatort
Als die ersten Polizisten am Tatort eintrafen, war das Rote Kreuz schon an Ort und Stelle. Die Helfer schilderten den Beamten, dass sie beim Verletzten eine Schussverletzung festgestellt hätten. Die Rettungskräfte versuchten noch, den auf dem Boden liegenden Mann wiederzubeleben, doch sie hatten keinen Erfolg. Das Opfer starb noch am Tatort. Laut Wenzl handelte es sich um einen 53-Jährigen Tschetschenen, der zuletzt in Hallein gewohnt hatte.

Verdächtiger festgenommen
Die Polizei leitete unverzüglich eine Fahndung nach dem um ein Jahr älteren Tatverdächtigen ein, und nur 20 Minuten nach der Tat konnte eine Streife in der Ortschaft Holzfeld rund zwei Kilometer vom Tatort entfernt den Gesuchten festnehmen. Der Mann leistete dabei keinerlei Widerstand. Er hatte eine Schusswaffe bei sich, und zwar eine "Sig Sauer" mit Kaliber 9 Millimeter, welche die Polizisten sicherstellten. Der 54-Jährige wurde im Anschluss auf die Inspektion Straßwalchen gebracht, wo noch am Nachmittag eine erste kurze Befragung stattfand. Dabei schilderte der Tschetschene den Beamten, dass es einen Streit mit dem 53-Jährigen wegen einer Reparatur eines Autos gegeben habe. Der Verdächtige wurde dann gegen 17.00 Uhr ins Polizeianhaltezentrum in der Landeshauptstadt überstellt, wo am Abend die erste ausführliche Einvernahme durch Beamte des Landeskriminalamtes geplant war. Dazu musste noch ein Dolmetscher organisiert werden.

Spezialisten führten ihre Ermittlungen am Tatort durch. Patronenhülsen waren zunächst keine zu finden. Deshalb wollte die Polizei auch noch keine Angaben machen, mit wie vielen Schüssen das Opfer niedergestreckt worden war. Auch eine Untersuchung der sichergestellten Pistole stand noch aus, sagte Wenzl. Neue Erkenntnisse aus der Einvernahme des Verdächtigen waren ihren Angaben zufolge für Freitagvormittag zu erwarten.

tatwaffep.jpg © APA
Die Tatwaffe - Foto: APA
 

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