Zwei Salzburger im Süden Tunesiens vermisst

Außenministerium

© dpa/Ebner

Zwei Salzburger im Süden Tunesiens vermisst

Im Fall der beiden in Tunesien vermissten Halleiner gaben sich am Freitagnachmittag Angehörige des Paares bei einer Pressekonferenz in Salzburg zuversichtlich, dass sie wieder heil nach Hause kommen. "Wir wissen, dass von beiden Seiten (Tunesien und Algerien, Anm.) sehr viel geschieht", sagte der Bruder des abgängigen Steuerberaters Wolfgang Ebner (51), Walter Antosch. Auch die Zusammenarbeit mit den beiden Botschaften sei sehr gut.

Hier gibt's mehr Infos zu den Vermissten

Polizei und Militär suchen vermisste Österreicher
Derzeit läuft eine militärische und polizeiliche Suchaktion, die federführend vom Gouverneur der südtunesischen Region geleitet wird, sagte Außenamtssprecher Peter Launsky-Tieffenthal am Freitag. Auch die algerischen Behörden seien bemüht, auf ihrer Seite der Grenze zu eruieren, ob die beiden Vermissten die Grenze nach Algerien passiert haben könnten. Vermutet werden die Beiden im Grenzgebiet zwischen südlichem Tunesien und Algerien.

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Der Landrover Defender mit dem Kennzeichen HA 661 EV (c) Ebner

Letztes Lebenszeicehn am 18. Februar
Bernhard Ebner, Sohn des Vermissten, schilderte die letzten Orte, in denen sich sein Vater und dessen Freundin Andrea Kloiber (43) nachweislich aufgehalten haben. Am 9. Februar seien die beiden mit der Fähre von Genua nach Tunis gefahren, drei Tage später habe sein Vater in Gafsa beim Bankomat Geld behoben. Am 14. Februar war das Paar in Kebili, und am 18. habe er um 15.34 Uhr mit seinem Vater in Tataouine telefoniert. "Seither fehlt jede Spur", so der Sohn.

Bis spätestens 25. Februar wollte sich Wolfgang Ebner erneut melden, drei Tage später, also am Donnerstag der Vorwoche, verständigten die Angehörigen schließlich Interpol. Und da die beiden Halleiner am Freitag auch nicht wie geplant auf der Fähre zurück nach Genua waren, wurden weitere Maßnahmen gesetzt, und seit Montag dieser Woche läuft eine große Suchaktion. Sämtliche Polizei- und Militärstationen in Tunesien und Algerien seien informiert.

Viel Wüstenerfahrung
Sein Vater sei seit 2000 jedes Jahr in der Wüste gewesen, "das ist kein Neuland für ihn", so der 25-jährige Sohn. Er habe sich sicher nicht leichtsinnig in Gefahr begeben. Ins selbe Horn stieß auch Melanie Kloiber. Ihre Mutter würde nie in ein gefährliches Gebiet fahren, weil ja die Kinder daheim seien. Außerdem habe sie - genauso wie Ebner - ihren Schäferhund mit. Ebner, der mit seinem Vater vor zwei Jahren ebenfalls in Tunesien unterwegs war, schloss nicht aus, das die beiden über die Grenze nach Algerien geraten seien.

Welche Ausrüstung die Urlauber mit sich hatten, weiß niemand genau. Üblicherweise sei sein Bruder aber immer mit sehr gutem Equipment unterwegs, sagte Antosch. Ob sie auch ein Satelliten-Telefon mit hatten, konnte er nicht sagen. Derzeit wird laut Ebner auch geprüft, ob eine Handypeilung möglich ist.

Auf die Frage, wie es ihr persönlich gehe, sagte die 17-jährige Kloiber: "Natürlich geht es mir nicht besonders, aber ich hoffe, dass sich alles klärt." Und auch Ebner sagte, er sei "zuversichtlich, dass man sie finden wird".

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