30 Hektar Bäume mit Antibiotika behandelt

Steiermark

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30 Hektar Bäume mit Antibiotika behandelt

Das Apfelland Steiermark verfügt über 5.000 Hektar Apfelbaumfläche und 300 Hektar Birnenkulturen. Nach der Freigabe von Streptomycin im Kampf gegen die Pflanzenseuche Feuerbrand in der Vorwoche, wurden bis Montagvormittag 30 Hektar Fläche mit dem antibiotikahältigen Mittel behandelt. "Es handelt sich dabei um eine absolute Notfallmaßnahme. Betroffen sind jene Regionen, die auch im Vorjahr stark betroffen waren", sagte Lorenz Spielhofer, Obmann der steirischen Obstbauern.

Gefahr noch eine Woche lang
Generell steht Spielhofer dem Einsatz gelassen gegenüber: "Wir setzen das Mittel nur in absoluten Notfällen ein, aber es handelt sich immerhin um eine Pflanzenseuche." Bei den Birnen dürfte die Infektionsgefahr in den nächsten zwei Tagen gebannt sein. Für Äpfel besteht die Gefahr noch etwa eine Woche lang. "Dann wird Streptomycin wieder verboten werden", erklärte Spielhofer.

Nur Antibiotikum schützt
Feuerbrand grassiert seit 1993 in Österreich und befällt vor allem Kernobst-Bäume wie Apfel, Birne oder Quitte. Ein Heilmittel dagegen gibt es derzeit nicht. Um eine Verbreitung der Krankheit zu verhindern, müssen die Pflanzen geschnitten und vernichtet werden. Vor einer Ausbreitung des Erregers schützt nur das Antibiotikum Streptomycin oder ein biologisches Präparat, das aus Hefe-Pilzen besteht.

Die Hauptinfektionszeit ist während der Blüte der Bäume und Sträucher. Auch Bienen, Hummel oder Ameisen tragen zur Verbreitung des Bakteriums bei. Besonders gefährlich sind Tage mit Temperaturen um 18 Grad und einer hohe Luftfeuchtigkeit.

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