09. 02. 2010, 13:42

Verboten

Bewerber mussten zum Drogen-Test

© AP

Die AK lehnte die Vorgehensweise einer Grazer Transportfirma ab.

Einen Drogentest sowie diverse Gesundheitsüberprüfungen soll ein Grazer Transportunternehmen von potenziellen künftigen Mitarbeitern verlangt haben. Die Arbeiterkammer Steiermark beurteilte dieses Verhalten als einen "Eingriff in die Persönlichkeitsrechte der Bewerber". Pro Jahr werden in der Steiermark im Schnitt fünf bis zehn Betriebe gemeldet, die sich einer solchen Vorgangsweise bedienen.

Unzulässig
"Das ist eine Überwachung ,a priori', die unzulässig ist", sagte Werner Anzenberger von der AK Steiermark. Man müsse aber sorgfältig unterscheiden, da es sehr wohl "Bereiche in der Arbeitswelt gibt, bei denen eine derartige Testung durchaus Sinn macht". Bei Pflegepersonal oder im Rahmen der Hüttentauglichkeit bei Stahlwerken zum Beispiel würden Tests zur Absicherung der körperlichen Leistungsfähigkeit durchaus sinnvoll sein.

Falsche Schlüsse
Im Falle eines Transportunternehmens aber, wie bei jener Grazer Firma, sieht die Arbeiterkammer keine Notwendigkeit zur Überprüfung der Blutwerte oder ähnlichem. Durchaus möglich wäre, dass ein Arbeitgeber aufgrund einer Testung falsche Schlüsse auf den Lebenswandel des Bewerbers ziehen könnte und diesen aus den falschen Gründen ablehnen würde. Bei Leberwerten etwa könne nicht automatisch auf übermäßigen Alkoholgenuss geschlossen werden. Dass aufgrund solcher Werte aber wiederum auch eine Anstellung nicht erfolge, sei rein spekulativ, so Anzenberger.

Kein Gesetz
Eine gesetzliche Regelung, in welcher festgehalten wird, welcher Arbeitgeber medizinische Tests durchführen darf und welcher nicht, gibt es bisher nicht. Laut AK soll nun eine Gesetzesinitiative für eine klare Reglementierung sorgen. Die Arbeiterkammer fordert künftig eine Schadenersatzleistung gegenüber Betroffenen, wobei aber klar differenziert werden müsse, wer einen Anspruch erheben könne und wer nicht. Von Unternehmen wie den ÖBB oder der Fluggesellschaft AUA ist es schon seit längerem bekannt, dass sie Drogentests und medizinische Testungen von ihren Mitarbeitern und Bewerbern verlangen.

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brainticket meint am 09.02.2010 15:50

treiben DIESE Art der Personalfindung mit ihren Gentests auf die Spitze.
NICHT umsonst haben die ja auch in ihrem Krieg gegen China "ähnliche" Aktionen wie unsere Rassenfanatiker gesetzt...

Zu der besagten Firma kann ich nur sagen, daß sie eben laaange suchen werden, um "genehme" Arbeitskräfte zu finden, außer es gibt "andere" Möglichkeiten wie das Beschäftigen "billiger, austauschbarer" Arbeitskräfte.

Die saugen sich noch selber aus....

thor42 meint am 09.02.2010 14:56

Warum sollte ein Unternehmen Drogen-und Alkoholprobleme bei seinen Mitarbeitern nicht vorweg ausschließen dürfen?

greekgirl meint am 09.02.2010 22:08

Beschäftigung sind solche Tests. Wenn auch bei einer solchen Untersuchung höhere Leberwerte herauskommen, so heißt es noch lange nicht daß jemand Alkoholiker sei. Es kann auch eine Art der Stoffwechselkrankheit sein, welche durch Speisen oder aber auch vererbt ergibt. Wenn dann so etwas aufkommt, dann wird so ein Mensch gleich als Alkoholiker angesehen, ist das vielleicht in Ordnung? Überlegt doch mal, und dieser Firma rate ich - sie sollte auch mit fairen Mitteln ihr Personal finden aber niemals unfair jemanden gegenübertreten.

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