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Brand in Koralmtunnel: Arbeiter evakuiert

Auf der Baustelle des gerade in Bau befindlichen Koralmtunnels zwischen der Steiermark und Kärnten ist am Donnerstag ein Brand ausgebrochen. Ein Trupp mit 28 Arbeitern war vorerst zwischen dem 14 Kilometer im Berg liegenden Brandort und dem Tunnelausgang bei Deutschlandsberg gefangen. Alle Arbeiter konnten jedoch zweieinhalb Stunden später mit einem sogenannten Rettungsshuttle evakuiert werden.

8 Vermisste gerettet
Die Feuerwehr musste unter Einsatz von schwerem Atemschutz in die 14 Kilometer lange Tunnelröhre vorrücken. Während 20 Bauarbeiter die Röhre schon bald unter Einsatz des sogenannten Rettungsshuttles - einer Diesellok mit unfallmedizinisch ausgestattetem Mannschaftstransportwagen - nach draußen transportiert wurden, galten noch acht Männer als vermisst. Sie wurden gegen 15.00 Uhr von den Feuerwehrleuten entdeckt und ebenfalls mit dem Shuttle ins Freie gebracht, wo sie gegen 15.45 Uhr ankamen. Verletzungen der Arbeiter waren vorerst nicht ersichtlich, schilderte ÖBB-Sprecher Christoph Posch. "Die Männer werden natürlich noch ärztlich untersucht", sagte Posch.

Brand ging von Notstromaggregat aus
Der Brand war gegen 13.15 Uhr in der Nordröhre der Baustelle auf Höhe der großen Tunnelvortriebsmaschine ausgebrochen. Das Feuer scheint - nicht wie zuerst vermutet - von einer Trafostation, sondern von einem Notstromaggregat der Vortriebsmaschine ausgegangen zu sein, sagte Posch. Das Großgerät selbst geriet nicht in Brand. Es stehe noch nicht fest, inwieweit die Maschine beschädigt wurde.

Am Einsatzort befanden sich fünf Feuerwehren mit rund 30 Kräften aus den Bezirken Deutschlandsberg und Voitsberg sowie das Rote Kreuz. Ein Trupp mit sieben Mann war mit Sauerstoff-Kreislaufgeräten unterwegs zu den im Rauch eingeschlossenen Personen, schilderte Pressesprecher Hans Jürgen Ferlitsch von der Freiwilligen Feuerwehr Deutschlandsberg.

VIDEO: Koralmtunnel: Rettungsübung der Feuerwehr

Video zum Thema Koralmtunnel: Rettungsübung

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