Brandstifterinnen zünden Autos in Graz an

500.000 Euro-Schaden

© SID Steiermark

Brandstifterinnen zünden Autos in Graz an

In der Nacht auf Sonntag jagte ein Alarm den nächsten: Dreimal schlugen die Feuerteufel in Graz-Puntigam zu und sorgten für Chaos und Angst. Gegen 2 Uhr früh musste die Berufsfeuerwehr zum ersten Einsatz hetzen. In der Puchstraße brannten zwei Autos lichterloh. Die Flammen hatten bereits auf die Fassade eines Einfamilienhauses übergegriffen.

Kleinkind gerettet
Einsatzleiter Dieter Pilat: „Wir konnten das Gebäude im letzten Moment retten. Aber von der Drehleiter aus sahen wir gleich weitere brennende Wagen in unmittelbarer Umgebung.“

Kaum waren die letzten Glutnester gelöscht, schlugen die unheimlichen Attentäter wieder zu. In der Anzengruberstraße am Stadtrand loderten erneut Autos – und hier wurde die Situation absolut dramatisch: Das Feuer griff in Windeseile auf einen Carport und ein Zweifamilienhaus über. Nachbarn gelang es noch, die schlafenden Bewohner durch Schreie zu wecken. Doch durch die enorme Rauchentwicklung waren die fünf Bewohner – unter ihnen ein 18 Monate altes Kind – in dem Gebäude gefangen. Mit dem Mut der Verzweiflung schafften sie es schließlich im letzten Moment über die Terrasse ins Freie zu fliehen.

Enormer Schaden
„Die Feuer haben enormen Schaden angerichtet. Wir rechnen mit mindestens 500.000 Euro“, so die ersten Schätzungen von Experten. In der Bevölkerung geht die Angst um, denn bereits vor zwei Wochen brannten in Graz Autos: Zwei Frauen im Alter zwischen 20 und 30 Jahren hatten in der Hans-Resel-Gasse Molotow-Cocktails in zwei geparkte Autos geworfen und waren geflüchtet. Dabei wurden die Feuerhexen jedoch von einer Überwachungskamera gefilmt.

Terrorismus
Maximilian Ulrich von der Sicherheitsdirektion: „Derzeit untersuchen wir, ob die Anschläge der weiblichen Täter und die Attacken der Nacht zum Sonntag zusammenhängen.“ Der Fall ist so ernst, dass sich das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung eingeschaltet hat. Fahnder Ulrich: „Die Molotow-Cocktails trafen zwei türkische Autos, zumindest hier könnte es sich um eine Auseinandersetzung mit Kurden handeln.“

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