Brutale Überfälle in Graz

Zu wenig Polizei

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Brutale Überfälle in Graz

Trotz Sommer-Offensive der Polizei und Einsatz der Ordnungswache eskaliert die Gewalt in Graz. Nach drei teils brutalen Raubüberfällen am vergangenen Wochenende erreicht die Sicherheitsdebatte in der Landeshauptstadt einen neuen Höhepunkt.

17-Jährige beraubt
Die Überfall-Serie begann am Samstag: Eine 17-Jährige marschierte gegen 16.20 Uhr die Erzherzog-Johann-Allee (Stadtpark) entlang, als sie plötzlich von zwei jungen Männern attackiert wurde. Sie entrissen der Jugendlichen die Tasche mit Bargeld und Kleidung. Dabei kam die 17-Jährige zu Sturz und verletzte sich an den Armen. Bei der anschließenden Fahndung gingen der Grazer Polizei ein 18- und ein 23-Jähriger ins Netz.

20-Jähriger misshandelt
Der nächste Überfall ereignete sich am frühen Samstagabend im Volksgarten: Dort lauerten drei Jugendliche einem Pärchen auf: Vor den Augen seiner Freundin verprügelten die Räuber einen 20-jährigen Steirer und raubten ihm 50 Euro Bargeld. Den Tätern gelang die Flucht, ihr Opfer landete mit Rissquetschwunden und Prellungen im Spital.

26-Jähriger überfallen
In der Nacht auf Sonntag krachte es erneut: Ein 26-Jähriger wurde in der Annenstraße von sechs Männern niedergeschlagen und seiner Geldtasche beraubt. Die Polizei bittet um Hinweise – 059 133 65 33 33.

Kritik
Auf Polit-Ebene läuten jedenfalls die Alarmsirenen. BZÖ-Gemeinderat Gerald Grosz spricht von einem „Sicherheitsnotstand“ und verlangt eine Aufstockung der Grazer Exekutive. „Graz darf nicht Wien werden? Graz ist schon Wien“, ätzt Grosz.

„Mehr Freunde und Helfer“
Mehr „Freunde und Helfer“ auf Grazer Straßen und in den Parks verlangt ebenso FPÖ-Gemeinderat Harald Korschelt. Er verteidigt die Exekutive („Man darf sie nicht aufhängen“) und gibt der Politik – allen voran Ortschef Siegfried Nagl und Innenministerin Maria Fekter (beide VP) – die Schuld an den jüngsten Vorfällen. Bei der ÖVP betont man indes, dass Graz bald Polizeinachwuchs bekommt.

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