Fallschirmspringer stürzt in den Tod

Oststeiermark

© APA,

Fallschirmspringer stürzt in den Tod

Bis zum Absprung sei alles planmäßig verlaufen. Als der Sportler aus dem Ballon stieg, habe er noch einen üblichen "Jauchzer" gemacht, berichtete der Pilot des Heißluftballons, Peter Flaggl, am Dienstag nach dem tödlichen Fallschirm-Unfall in der Oststeiermark. Er selbst habe den freien Fall und die Probleme des Obersteirers im Flug nicht gesehen, weil er auf der anderen Seite des Korbes gestanden sei. Beide Männer bezeichnete er als erfahrene Springer.

Wetterbedingungen "perfekt"
Um 6.00 Uhr war Flaggl gemeinsam mit dem Springer-Duo und vier Touristen aufgestiegen. Die Wetterbedingungen seien "perfekt" gewesen. Am Boden war es windstill, in Flughöhe zog ein leichter Wind mit etwa 40 km/h Richtung Süden. Nach einem normalen Aufstieg sei der 32-Jährige dann gegen 6.50 Uhr abgesprungen. Der Freund habe dann aber beobachtet, dass sich der Schirm des Obersteirers nicht richtig öffnete und sei dann selbst nicht gesprungen.

Packfehler vermutet
Flaggl mutmaßt, dass beim Packen des Schirmes ein Fehler passiert sein dürfte: "Die Schnüre verfangen sich dann, und du bist wie in einem Kokon gefangen. Da hilft dir auch der Notschirm nichts." Den weiteren Ablauf schilderte der Ballonfahrer dann so: "Sobald wir Handyempfang hatten, alarmierten wir den Notruf." Man habe die Fahrt vorzeitig abgebrochen und auf einem Acker gelandet, während die Suche nach dem abgestürzten Springer seitens des Begleitteams und der Einsatzkräfte bereits angelaufen sei.

"Völlig fertig"
Der Kollege des Verunglückten sei "völlig fertig" gewesen, schilderte der Pilot. Er selbst fahre seit 1994 gewerblich mit Ballonen. Sprünge aus Körben seien - im Gegensatz zu jenen aus Flugzeugen - eher selten. Bei Events wie etwa Ballonwochen käme diese Art des Aufstiegs aber öfter vor. Die beiden Obersteirer seien schon mehrmals mit ihm aufgestiegen.

Kein Reserveschirm
Der verunglückte Fallschirmspringer hat keinen Reserveschirm dabei gehabt, wie ein Sportlerkollege gegenüber dem ORF Steiermark sagte. Seitens der Polizei wurde diese Information nicht bestätigt. Allgemein heißt es aber, das sogenannte Basejumper (Objektspringer aus niedrigeren Höhen, Anm.) oft ohne Reserve- oder Hilfsfallschirm unterwegs sind.

Diesen Artikel teilen:

Posten Sie Ihre Meinung

Kommentare ausblenden

Anzeigen

Werbung

Live auf oe24.TV 1 / 8

Top Gelesen 1 / 5

  Diese Website verwendet Cookies. Durch die Verwendung dieser Website stimmen Sie dem damit verbundenen Einsatz von Cookies zu.

Es gibt neue Nachrichten
auf oe24.at
Jetzt Startseite laden
Abbrechen