Feinstaub-Messung ist

Anlage defekt

© TZ Österreich Niesner

Feinstaub-Messung ist "übergenau"

Nicht einmal ein Jahr in Betrieb, muss die „Feinstaub-Bremse“ nun repariert werden. Die sogenannte Verkehrsbeeinflussungsanlage Umwelt (VBA) schaltet nämlich auch dann auf den „Luft-100er“ herunter, wenn gar kein Feinstaubtag ist. Siehe Juni: Insgesamt 350 Stunden lang galt Tempo 100 auf 92 Autobahnkilometern zwischen Sinabelkirchen und Lieboch (A2) beziehungsweise von Peggau bis Leibnitz (A9). Bei der Umweltinformation Steiermark ist jedoch kein einziger (!) Überschreitungstag registriert.

Anlage steht still
Daher muss das Land seine Verordnung, die Tempo 100 auf Basis komplexer Messmodelle vorschreibt, novellieren. Wegen rechtlicher Fristen wird die VBA vermutlich im August eine Woche außer Betrieb sein. In der Praxis bedeutet die unfreiwillige Novelle, dass im Sommer künftig seltener aber im Winter häufiger der Feinstaub-Hunderter angezeigt wird. Das liegt an den neuen, geänderten Grenzwerten.

Computer entscheidet
Wann die „Feinstaub-Bremse“ gezogen wird, entscheidet der Computer: Er berücksichtigt einerseits die tatsächliche Luftbelastung und andererseits Prognosen (Windstärke etc.). „Damit ist garantiert, dass es nur dann zu einer Herabsenkung der erlaubten Geschwindigkeit kommt, wenn tatsächlich der Bedarf dafür besteht“, so SP-Umweltlandesrat Manfred Wegscheider. Das war beim VBA-Start im Dezember.

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