Feuertaufe für Papst-Visite

Mariazell

© Apa, Herbert Pfarrhofer

Feuertaufe für Papst-Visite

Drei Wochen vor seinem offiziellen Besuch im obersteirischen Wallfahrtsort ließ sich der Heilige Vater live aus Italien zuschalten, um zu den Teilnehmern der gerade stattfindenden Jugendwallfahrt in Mariazell zu sprechen. Rund 5.000 Menschen, darunter 3.000 Jugendliche, hatten sich am Mittwoch auf dem Mariazeller Hauptplatz eingefunden, um mit Kardinal Christoph Schönborn den Abschlussgottesdienst der Jugendwallfahrt zu feiern.

Papst kaum verständlich
Höhepunkt der zweistündigen Festmesse war der „Auftritt“ des Heiligen Vaters auf einer Video-Wall: Benedikt XVI. meldete sich live aus seiner Sommerresidenz Castel Gandolfo bei Rom. Er grüßte die anwesenden Jugendlichen und erklärte, dass er sich auf ein Wiedersehen in drei Wochen freue. Während der Rede brandete immer wieder Jubel auf, „Benedetto“-Sprechchöre schallten über den Hauptplatz. Einziger Wermutstropfen: Der italienische Simultanübersetzer war so laut, dass die Worte des Heiligen Vaters kaum verständlich waren.

Probe geglückt
Die Jugendwallfahrt gilt als eine Art Generalprobe für den Papst-Besuch am 8. September. Mariazell zeigte mit der reibungslosen Organisation des Jugend-Events, dass es schon „fit“ für den großen Pilgeransturm sein dürfte. Der Weg zum Wallfahrtsort ist gut beschildert, von Kapfenberg benötigt man etwa eine Stunde mit dem Auto. Allerdings ist die Fahrbahn teilweise in schlechtem Zustand.

Kaum Baustellen
In Mariazell selbst gibt es kaum größere Baustellen, die umfangreichen Umbauarbeiten für die Papst-Visite werden so kurz als möglich gehalten und beginnen erst zwei Wochen vor dem Besuch. Der umstrittenen Zuschauer-Tribüne auf dem Hauptplatz müssen zwei Bäume weichen – einer davon ist beschädigt, der andere wurde erst gepflanzt und wird umgesetzt. Der Basilika-Platz ist fertig gestellt, bei der Papst-Tribüne fehlt noch der Aufbau für den Heiligen Vater.

Fazit: Vom bevorstehenden Papst-Besuch ist zwar noch nicht viel zu bemerken. Aber: Der Wallfahrtsort bewies, dass er großen Besucherströmen bestens umgehen kann.

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