Forscher optimierten steirisches Kürbiskernöl

Graz

Forscher optimierten steirisches Kürbiskernöl

Ein Öl, das wie steirisches Kürbiskernöl schmeckt und duftet, aber einen höheren Anteil an mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren hat, haben Forscher der Joanneum Research (JR) gemeinsam mit einem steirischen Naturproduktehersteller entwickelt. Das sogenannte "Omegaöl" vereine "das beste mit dem wohl gesundesten Pflanzenöl", so JR-Projektleiter Herbert Böchzelt.

Omega-3-Fettsäuren
Omega-3-Fetten wird nachgesagt, dass sie das Herz schützen, was sie u.a. für die Nahrungsergänzungsmittelindustrie interessant macht. Der mögliche Effekt ist aber nicht unumstritten und der Wirkungsmechanismus der besonders in Fisch vorkommenden Fette noch nicht vollständig geklärt. Fest steht, dass der menschliche Organismus sie nicht selbst herstellen kann, sondern auf Zufuhr von außen angewiesen ist.

Ungesättigte Fettsäuren
"Das gemeinsame Ziel mit dem Auftraggeber war die Entwicklung eines neuen Kürbiskernöl-Produkts, dessen Fettsäureprofil einem optimiert hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren hat und dabei ausgezeichnet durftet und schmeckt", schilderte der Leiter des JR-Institutes "Recources" die Aufgabe. Im Omega-6-Bereich kann das Kürbiskernöl mit einem Wert von 46 Prozent ganz gut mithalten.

Öle kombiniert
Unter den Omega-3 Fettsäureträgern ist das Grazer Team in der japanischen Küche fündig geworden: Dort wird das sogenannte Perillaöl (japanisch: Shiso) verwendet. Das Fettsäureprofil des aus den Samen der Perillapflanze gewonnenen Öls besteht durchschnittlich zu mehr als 60 Prozent aus der zur Gruppe der Omega-3-Fettsäuren gehörenden Alpha-Linolensäure. Im Kürbiskernöl ist es hingegen nur zu 0,2 Prozent vorhanden. Im Test habe sich gezeigt, dass es bei Beimengung zu Kürbiskernöl "optimal" zu den Geschmacks- und Geruchseigenschaften passe.

Das laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung optimale Verhältnis von Omega-3- und Omega-6-Fetten habe man durch ein Mischverhältnis von 87 Prozent Kürbiskernöl und 13 Prozent Shiso erreicht. Bezogen wird das Perillaöl zurzeit aus China, mittelfristig denke das Unternehmen aber daran, mit steirischem Shiso zu arbeiten. "Die heurige Versuchskultur in der Südoststeiermark wurde allerdings durch die Unwetter vernichtet", so Böchzelt.

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