Graz zum Katastrophengebiet erklärt

Überschwemmungen

© APA/MARKUS LEODOLTER

Graz zum Katastrophengebiet erklärt

Die Stadt Graz ist am Samstagnachmittag wegen massiver Überschwemmungen zum Katastrophengebiet erklärt worden. Der zuständige ÖVP-Stadtrat Detlev Eisel-Eiselsberg fordert die Menschen auf, Kinder und Tiere zu Hause zu behalten.

Die heftigen Regenfälle haben in Graz dazu geführt, dass mehrere Bäche über die Ufer getreten sind. Dadurch wurden einige Keller, Tiefgaragen und Kellerwohnungen überschwemmt. Rund 140 Feuerwehrleute waren vor allem in den Bezirken Andritz und St. Peter im Einsatz. Der Sachschaden ließ sich zunächst nicht beziffern, Menschen wurden nicht verletzt.

140 Mann im Einsatz
Seit 10.00 Uhr Vormittag waren 100 Mann der Berufsfeuerwehr und rund 40 Mann der Freiwilligen Feuerwehr im Einsatz. In St. Peter trat nicht nur der Petersbach über die Ufer, aufgrund der Regenfälle bestand auf einem Grundstück am Moserwaldweg auch die Gefahr einer Hangrutschung. Ein Geologe und die Feuerwehr waren anwesend, um über die notwendigen Maßnahmen zu entscheiden, die Gefahr konnte zunächst abgewendet werden.

Überschwemmungen
Der über die Ufer getretene Schöckelbach in Andritz brachte in den Gebieten Weinitzen und Niederschöckel den Sandsackdamm bei den Peneff-Gründen zum Einsturz. Die Gründe wurden überschwemmt, die Feuerwehr sicherte eine Tiefgarage und arbeitet an der Wiederherstellung des Dammes. Am Gabriachbach in St.Peter waren die beiden Retentionsbecken bis zum Rand gefüllt und drohten überzugehen. Der Thalersee schwoll stark an, Wasser wurde automatisch in den Mühlgang abgelassen.

Überschwemmt wurden auch mehrere Radwege sowie ein Sportplatz im Bezirk Maria Trost. Die Feuerwehren waren allerdings vorrangig mit dem Auspumpen der Keller und dem Freimachen der Straßen beschäftigt: "Im Katastrophenfall wird vor allem dort gearbeitet, wo Gefahr abgewendet werden kann", erklärte Enrico Radaelli von der Freiwilligen Feuerwehr.

Hangrutsch droht
Stadtrat Detlev Eisel-Eiselsberg hat einige der neuralgischen Punkte besichtigt und gab einen kurzen Überblick: "Die Gefahr einer Hangrutschung in St. Peter ist nicht zu unterschätzen, einige hohe Bäume sind schon umgestürzt. Der Schöckelbach drückte massiv Wasser gegen die Peneff-Siedlung; die Feuerwehr baut gerade einen vierreihigen Damm auf. Danke für den vorbildlichen Einsatz!"

Hochwasseralarm in Kärnten
In Kärnten und Salzburg hat der Regen zu zahlreichen Murenabgängen und Hangrutschen geführt. In Kärnten wurde Hochwasseralarm gegeben. Details aus diesen beiden Bundesländern hier.

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