Tierheimchef Moser:

© Pauty

"Härte gegen Schmuggler"

ÖSTERREICH: Sie versorgen in Ihrem Tierasyl Arche Noah derzeit die 137 Welpen. Wie geht es den Hunden?

Stefan Moser: Die Kleinen sind lieb, aufgeweckt und haben den Stress des Transportes gut weggesteckt.

ÖSTERREICH: Und wie geht es jetzt in dem Fall weiter?

Moser: Die Entscheidungsgewalt liegt bei der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde. Am Mittwoch wurden die Welpen neuerlich amtstierärztlich untersucht, und so viel ich weiß, hat sich bestätigt, dass sie weit jünger sind, als in den Papieren angegeben.

ÖSTERREICH: Bedeutet das, die Tiere werden dem Besitzer abgenommen und können dann legal in Österreich an neue Halter vergeben werden?

Moser: Die Sache mit der Abnahme ist schwierig. Dazu muss ein grobes Vergehen nach dem Tierschutzgesetz nachgewiesen werden und dann gibt es eine Einspruchsfrist für den Besitzer. Das heißt, die Sache zieht sich hin und das ergibt eine prekäre Lage für uns und die Tiere. Aber wir sind natürlich bereit, das alles durchzustehen.

ÖSTERREICH: Wie könnte man solche Tierdramen in Zukunft vermeiden?

Moser: Genau dieser aktuelle Fall könnte die Wende bringen. Wenn die Behörden jetzt mit aller Kraft reagieren und im Rahmen des Tierschutz- und Transportgesetzes alle Möglichkeiten ausschöpfen, würde das den gewissenlosen Züchtern zeigen: Solche Qualtransporte zahlen sich einfach nicht aus.

ÖSTERREICH: Was würde den Massenzüchtern im Osten wirklich weh tun?

Moser: Eine empfindlich hohe Strafe und die sofortige ersatzlose Abnahme der Tiere würde diese Hundeproduzenten sicher treffen und sie vielleicht zum Umdenken bewegen.

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