Jetzt packen die Finder aus

Schatz im Wald

© Polizei

Jetzt packen die Finder aus

Bruck. „Öha, was ist da los?“. Das schoss Anton H. als erstes durch den Kopf, als der Forstarbeiter im Mai Pflanzen setzt, einen Plastiksack unter einer Baumwurzel herausfischt und ihm bündelweise Geld entgegenfällt. Ohne zu zögern, verständigten er und Kollege Johann P. die Polizei. „Mein Mann dachte keine Sekunde daran, einen Cent zu behalten“, betont die Frau von P. Vielmehr entlarvte die Kriminalpolizei mittlerweile einen Ex-Böhler-Mitarbeiter als „Geld-Phantom“. Klaus Sch. (45) soll einem Händler hohe Rabatte gewährt und im Gegenzug insgesamt 100.000 Euro kassiert haben. Als Böhler intern zu ermitteln begann, versteckte Sch. den Rest des Schwarzgeldes – 59.400 Euro – in einem Wald bei Bruck. Wenn das ehrliche Duo des Stadtforstbetriebes das Geld nicht gefunden oder gar behalten hätte: Der Fall vom Schatz im Wald wäre nie geklärt worden.

Zu Unrecht belastet
So aber führte ein zufällig geschossenes Foto letztlich zum Täter. Der legte zwar ein Geständnis ab, belastete aber die ehrlichen Finder. Demnach hätte er 70.000 Euro versteckt. Wo die restlichen 10.600 Euro wären, könne er nicht sagen. Prompt standen Anton und Johann zeitweise unter Verdacht und wurden einvernommen. „Gemeinheit“, ärgern sich die Finder. Zumal der Täter mittlerweile zugab, dass „er sich verrechnet hat“, bestätigt ein Ermittler gegenüber ÖSTERREICH.

„Viel Geld“
Überhaupt hat man es den Forstarbeitern nicht leicht gemacht, ihren Superfund abzugeben. „Die Polizei wollte erst wissen, wie viel Geld wir da haben“, erinnert sich ein Finder, dass die Beamten mit seiner Antwort „Viel Geld!“ wenig anzufangen wussten. Nach längerem Hin und Her holte eine Streife den Schatz ab. „Wirklich nicht wenig“, soll der Polizist zum Sack voller Scheine gesagt haben. Dann übernahm die Kripo

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