Junge immer brutaler

Dramatischer Anstieg

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Junge immer brutaler

Nein, seufzt ein Polizist, der Fall des 15-jährigen Obersteirers, der heuer eine Joggerin vergewaltigen und anschließend erdrosseln wollte, sei kein Ausreißer, sondern bittere Bestätigung eines Trends.

Demnach stöhnt die Kollegenschaft unter stark steigender Jugendkriminalität : sowohl in der Altersgruppe der 10- bis 14-Jährigen als auch in jener der 14- bis 18-Jährigen. Laut internen Polizeistatistiken sind die Fälle von Körperverletzung um bis zu 52 Prozent angestiegen.

Blaues Auge
Auffallend ist, dass bereits in den Teenager-Anfängen vermehrt die Fäuste sprechen. In Zahlen: Die Fälle von Körperverletzung (blaues Auge, Rissquetschwunde etc.) sind um 52 Prozent auf bislang 99 explodiert. Tendenz steigend heißt es ebenso bei den 14- bis 18-Jährigen: Im Vergleichszeitraum des Vorjahres schlug sich die Polizei hier mit 431 Straftaten herum – heuer waren es 462.

Junge Langfinger
Neben Gewalttaten halten noch Eigentumsdelikte die Exekutive auf Trab. Und hier vor allem der Ladendiebstahl: 84 Mal wurden heuer 10- bis 14-Jährige beim Klauen ertappt und angezeigt – um 35 Prozent mehr als im Vorjahr. Die etwas Älteren sind nicht weniger eifrige Langfinger: 322 Fälle bedeuten hier einen Anstieg um 25 Prozent.

Fünf U-14-Einbrecher
Für die Beamten nur schwacher Trost ist ein Rückgang bei Wohnungseinbrüchen. Zumal heuer erstmals fünf Einbrecher angezeigt wurden, die noch nicht einmal 14 Jahre alt sind.

Spürbar und damit erfreulich ist der Rückgang bei Sachbeschädigungen: Bisher um 26 Prozent weniger Fälle (80) bei den 10- bis 14-jährigen und um 11 Prozent weniger bei den 14- bis 18-Jährigen (425).

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