09. 02. 2010, 07:07

"No risk, no fun"

Lawinen-Leichtsinn ohne Ende

© APA

Der letzte Facebook-Eintrag von Martin H. (39) zeigt, dass er sich des Risikos bewusst war.

Mindestens einhundert Skitouren unternahm Martin H. (39) jährlich. Er suchte den besonderen Kick. Der Obersteirer war auch Mitglied der Bergrettung Selzthal und immer im Einsatz, wenn er gebraucht wurde – ein „wilder Hund“ eben. Vergangenen Freitag wurde ihm eine Lawine am großen Bärneck (2.071 Meter Seehöhe) bei Donnersbachwald zum Verhängnis.

In den Bergen herrscht weiterhin eine hohe Lawinengefahr!

Facebook-Eintrag
Selbst der bestens ausgerüstete und erfahrene Alpinist unterschätzte offenbar die Wucht des „Weißen Todes“. Sein letzter Eintrag Donnerstagabend in Facebook zeigt, dass die Sehnsucht nach dem Adrenalin-Kick größer war als die Vernunft: „? es woa da ultimatieve wahnsinn heit! Ok stufe 4 – no risk no fun ? allein in einem ganzen talabschnitt, megageier powder supa wetter u.?a abfahrt das auf die birn aufastaubt!!! do hob i glei numoi za na zweiten run ansetzen miaßn :-)))))“

Freitagmittag setzte er sein Vorhaben in die Tat um und ignorierte alle Warnungen der Experten, die er sonst selbst immer und immer wieder gepredigt hatte. Als er sich nicht mehr meldete, alarmierten besorgte Freunde die Einsatzkräfte und setzten eine Suchaktion in Gang. Sonntagmittag fanden Kollegen der Berg­rettung im Bereich der Mörsbachalm einen Ski, der aus einem Lawinenkegel ragte. Wenig später gab es traurige Gewissheit: Der Lawinenpiepser von Martin H. wurde geortet. Die Leiche des 39-Jährigen wurde geborgen und von einem Hubschrauber des Innenministeriums ins Tal geflogen. Bei seinen Kameraden und Freunden herrscht tiefe Trauer: „Wir können es noch gar nicht fassen, dass es den Martin erwischt hat. Er hat doch ganz genau gewusst, was er tut.“

Autor: (dim, kor)

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Garota meint am 10.02.2010 09:15

M.
Danke fia des wost ma am berg glernt host. I wead di nie vagessn
RIP

Garota meint am 10.02.2010 09:15

@ blunzenstricker
du hast einfach keine ahnung von was du sprichst. dieser mensch
war ein super mensch. frag doch mal wieviele leute er schon in
seinem leben aus einer lawine rausgegraben hat, wieviele leute
er geholfen hat. du tats mir leid stricker........

brainticket meint am 09.02.2010 16:21

zeigt es ja in seinem TV-Fenster vor und die "Helden" machen es den Lemmingen gleich nach...

mara1001 meint am 09.02.2010 09:21

mit Sicherheit hatte er kurz vorm Verschüttet werden einen ordentlichen Adrenalinschub. Und seine Kameraden und alle anderen Menschen, die er vielleicht ins Verderben mitreissen hätte können, waren den Extremsportler herzlich egal.
Trotzdem, mein Beileid an die Hinterbliebenen!

Blunzenstricker meint am 09.02.2010 08:55

...doch sehr, dass dieses A*** noch einen gehörigen Adrenalinstoss erfuhr, eh er den Löffel abgab!!
Absolut kein Mitleid mit diesen Vollidioten!

zwirn62 meint am 09.02.2010 13:56

Genau das ist auch meine Meinung.Die Angehörigen gehören noch ordentlich zur Kasse gebeten für solch einen Selbstmörder.

Rumpelstilzchen meint am 09.02.2010 14:57

als wären die angehörigen für das "tun" eines fast 40jährigen verantwortlich. was hat das eine mit dem anderen zu tun?

zwirn62 meint am 09.02.2010 15:50

Der Einsatz kostet eine Stange Geld, von einem Selbstmörder bekommt man sicher keinen Cent mehr.

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