Mur als

Demo gegen Kraftwerk

Mur als "Kampfgebiet"

Es war ein einmaliges Bild, das sich am Wochenende rund um die Murinsel und von der Uferpromenade aus bot: In Kajaks und Schlauchbooten, mit Surfboards und Neoprenanzügen bevölkerten mehr als 60 Wassersportler die Mur und anschließend die Johann-Brücke. Anlass: Eine Demonstration gegen das geplante, 85 Millionen Euro teure Flusskraftwerk in Graz-Puntigam.

"Grüne Lunge zerstört"
„Ein Murstausee ist kein Freizeitparadies“ und „Steweag zerstört unsere grüne Lunge“ war auf den Transparenten der Kraftwerksgegner zu lesen. Ihre Befürchtung: Das Flusskraftwerk „würde die sanft dahinplätschernde Mur in Graz in einen dunklen, verschlammten Stausee verwandeln.“ Denn: „Da die Mur sehr viel Sediment mit sich führt und in den Stauseen ablagert, kommt es dort zu einer starken Verschlammung“, meint Anselm Kraft, Sprecher des Kanuclubs Graz. Der schenkt den Argumenten der Energie Steiermark (Estag), wonach ein „entschleunigter“ und nur begrenzt aufgestauter Fluss den Erlebnisraum Mur massiv aufwertet, wenig Gehör. „Wir Kajakfahrer und Mur-Surfer sind auf die Strecke als attraktives Gelände für Trainings und Wettkämpfe angewiesen“, betonen die Mur-Sportler.

Der Konter
Freilich trommeln die neuen Estag-Vorstände Oswin Kois und Olaf Kieser weiterhin die Projekt-Vorteile: saubere Stromerzeugung, Attraktivierung des Murufers etc.

Hinter den Kulissen arbeitet man bereits an einem Konter: Spektakuläre Computergrafiken eines neuen „Mur-Hafens“, eines Freiluft-Kinos am Flussufer etc. sollen das Kraftwerk den Grazern schmackhaft machen. Veröffentlichen will man die Bilder spätestens in zwei Wochen.

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