Neue Linie zu eng für neue Tram

Graz

 

Neue Linie zu eng für neue Tram

Die berechtigte Begeisterung über den Ausbau des Grazer Straßenbahnnetzes und die Bestellung von 45 neuen Fahrzeugen der Marke Stadler Variobahn erleidet nun einen Dämpfer. Wie die Grazer Verkehrsbetriebe (GVB) bestätigen, sind erst 75 Prozent der 29 Kilometer Doppelgleis-Strecke für die neuen und breiteren Fahrzeuge befahrbar. Die restlichen 25 Prozent würden in einem finanziellen Kraftakt gemeinsam mit der Stadt Graz bis 2015 umgebaut werden. Zu diesem Zeitpunkt sollen alle 45 neuen Niederflur-Trams geliefert sein.

Zu eng
„Geliefert“ sind jedoch auch jene Fahrgäste, die auf der neuen GVB-Prestige-Strecke 6+ ins Peterstal in die neue Variobahn einsteigen möchten. Die um 21,4 Millionen Euro verlängerte Linie 6 – sie wird im November feierlich freigegeben – ist nämlich derzeit für die 2,30 Meter breiten Straßenbahnen zu eng.

Gleich an mehreren Stellen müssen die Gleise verlegt werden: vom Jakominiplatz stadtauswärts sowie vom Hauptplatz in Richtung Bahnhof im Bereich Murgasse und Annenstraße. Probleme bereitet außerdem noch die Sparbersbachgasse (Linie 3), der Schönau- und der Karlauer Gürtel (Linie 5). Fazit: Wenn die erste Garnitur Ende 2009 nach Graz kommt, wird sie anfangs nur auf der Linie 4 eingesetzt.

Sonderfall
Dass das Grazer Tram-Netz für die neuen Fahrzeuge zu eng ist, hat teilweise historische Gründe. In der verwinkelten Altstadt bewährten sich schmälere Straßenbahnen, weshalb die Grazer Verkehrsbetriebe bis zuletzt Sonderanfertigungen bestellten. Ein Umdenken setzte erst vor Kurzem ein, als man vor der Entscheidung stand, weiterhin teure und anfällige Sondermodelle für die Murstadt produzieren zu lassen oder eben das Streckennetz für die gängigen Fahrzeuge zu adaptieren.

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