Horror-Unwetter

"So überlebten wir den Blitzeinschlag"

Das wird der Sommer der Blitzopfer. Am Donnerstag gab es wieder einen dramatischen Zwischenfall: Beim Klettern am Kaiserschild bei Eisenerz wurden Herbert W. (45), sein Sohn Florian (14) und seine Lebensgefährtin Astrid B. (34) aus Hainfeld (NÖ) von einem heftigen Unwetter überrascht. Als in unmittelbarer Nähe ein Blitz einschlug, wurden die drei Bergsteiger bewusstlos ins Sicherungsseil geschleudert. Im ÖSTERREICH-Interview schildert Herbert W. die Schreckensmomente.

ÖSTERREICH: Wie kamen Sie in die furchtbare Situation?

Herberg W. : Wir sind begeisterte und auch erfahrene Kletterer. Aber diesmal haben wir die Gefahr unterschätzt. Es war Schlechtwetter angesagt. Aber als wir um 14.30 Uhr zur Wand kamen, war es sonnig und schön. ­Also sind wir eingestiegen.

ÖSTERREICH: Wann zog das Unwetter auf?

Herberg W.: Zwei Stunden später, wir waren mitten in der Wand. Es war furchtbar: Hagel, Blitze, Donner. Wir haben auf einen Felsvorsprung Schutz gesucht und ich rief mit dem Handy die Bergrettung. Aber die Verbindung ist abgebrochen.

ÖSTERREICH: Sie hatten Angst?

Herberg W. : Ja, sehr. Und dann schlug auch noch der Blitz ein – vermutlich Stahlseil. Jedenfalls wurden wir alle ins Sicherungsseil geschleudert und waren kurz bewusstlos.

ÖSTERREICH: Wie wurden Sie gerettet?

Herberg W.: Kurz nach 19 Uhr kam die Bergrettung mit Hubschraubern.

ÖSTERREICH: Wie schwer sind Ihre Verletzungen?

Herberg W.: Mein Sohn und ich haben nur ein taubes Gefühl in beiden Händen. Astrid hat es schlimmer erwischt. Sie hat Herzrhythmusstörungen und blieb eine Nacht im Spital.

ÖSTERREICH: Haben Sie jetzt genug vom Klettern?

Herberg W.: Nein, in zwei Wochen wollen wir auf den Großglockner hinauf.

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