Spielbergring neu ist fix

Land investiert

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Spielbergring neu ist fix

Die steirische Landesregierung hat in einer Sondersitzung am Donnerstag die Übertragung der Bescheide für die Errichtung einer Test- und Rennstrecke in Spielberg an Red Bull-Chef Dietrich Mateschitz beschlossen. Gleichzeitig sagte man zu, nochmals in die Tasche zu greifen: Vom Land werden sowohl mögliche Abschlagszahlungen - bis zu 2,8 Mio. Euro - übernommen, als auch eine Förderung von 15 Prozent der Invest-Summe - ohne Anrechnung der Vorleistungen - gewährt.

"Mit diesen Voraussetzungen hat die Landesregierung alle notwendigen Schritte gesetzt, damit Dietrich Mateschitz unverzüglich die Baumaschinen am Ringgelände auffahren lassen kann. Die Ampeln stehen endlich auf Grün", erklärte Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann (V) nach der Sitzung. Wie Buchmann sagte, sei die Bereitschaft von Mateschitz "endenwollend" gewesen, die Altverträge neu zu verhandeln. Wie aus dem nun beschlossenen Schreiben der Regierung hervorgeht, sollen allenfalls aus den Altverträgen erwachsende Zahlungen in die Fördersumme eingerechnet werden.

Nach den bisher bekannten Projektunterlagen ist von Mateschitz, der das Projekt als Privatperson abwickelt, an eine Investition von 30 bis 50 Mio. Euro gedacht. Damit soll der alte A1-Ring wiedererrichtet, Partnergebäude, Boxen und eine Tribüne errichtet werden. Der Betrieb sei "langfristig" ausgelegt. Beträgt die Investition über 50 Mio. Euro, würde der Mehraufwand EU-konform mit 7,5 Prozent gefördert. Bis zur Bescheiderteilung hat das Land 4,5 Mio. Euro investiert - zuzüglich jener Abschlagszahlungen, die mit den Anrainern für den Verzicht auf die Beeinspruchung des UVP-Bescheides ausgemacht wurden.

"Wir haben alles getan, damit das Projekt Wirklichkeit werden kann", resümierte Landeshauptmann Franz Voves (S) und ÖVP-LHStv. Hermann Schützenhöfer meinte, dass man bei der Unterstützung des Projekts "bis zum Maximalen dessen, was zulässig ist", gegangen sei.

Damit scheint das jahrelange Tauziehen um ein Nachfolgeprojekt für den A1-Ring zu einem Ende zu kommen: Nach dem Scheitern eines ersten Großprojekts hatte ja das Land die Federführung übernommen und die von Hauptinvestor Mateschitz geforderten fertigen Bescheide tatsächlich vorlegen können. Weil aber Projektpartner abgesprungen waren, wurde das redimensionierte Projekt "Spielberg neu" noch einmal abgespeckt und im wesentlichen auf die Wiedererrichtung des Altbestandes reduziert.

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