Steirer saß stundenlang in Lkw fest

Gelände unter Strom

Steirer saß stundenlang in Lkw fest

Der ausgefahrene Kran eines Lkw hat am Montag in der Obersteiermark zu einem gefährlichen Zwischenfall auf einem Bahnübergang geführt. Der 43-jährige Lenker hatte eine Bahnoberleitung abgerissen. Die Kabel fielen auf die Schienen und setzten den gesamten Unfallbereich unter Strom, so dass die Reifen des Schwerfahrzeuges platzten. Der Fahrer blieb geistesgegenwärtig im sicheren Führerhaus und alarmierte die Einsatzkräfte. Nach der Stromabschaltung konnte der Mann den Lkw schließlich unbeschadet verlassen.

Tödlicher Schlag drohte
Zu dem Vorfall kam es gegen 15.15 Uhr in Stein an der Enns (Bezirk Liezen). Der Lenker hatte vergessen, den Kranaufbau auf seinem Laster ganz einzufahren und wollte die Gleise der Ennstal-Bahnstrecke überqueren, als er an der Oberleitung hängen blieb und sie komplett abriss. Nachdem die Reifen durch den Stromschlag geplatzt waren, blieb der 43-Jährige in seinem Führerhaus, da sich um dieses ein sogenannter Faraday'scher Käfig aufgebaut hatte, der den Mann darin vor dem tödlichen Schlag schützte. Erst nachdem die alarmierte Feuerwehr die Abschaltung des Stroms bei der ÖBB veranlasst hatte, konnte der Lenker unverletzt aussteigen.

Sachschaden
Durch den Unfall wurden die gesamte Oberleitung sowie ein Teil des Gleiskörpers und beide Schrankenbäume auf der Westseite des Bahnüberganges zerstört. Am Fahrzeug entstand leichter Sachschaden. Aufgrund der herabhängenden defekten Bahnleitung wurde ein Lkw-Fahrverbot bis zur Reparatur der Oberleitung verhängt.

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