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Steirer tötet Schwiegereltern mit Flammenwerfer Steirer tötet Schwiegereltern mit Flammenwerfer

Doppelmord in Stmk

 

© aPA/ullrich

Steirer tötet Schwiegereltern mit Flammenwerfer

Ein Doppelmord hat sich in der Nacht auf Samstag in der Oststeiermark ereignet: Ein 48-jähriger Mann tötete seine betagten Schwiegereltern, indem er eine Propangasflasche zum Flammenwerfer umfunktionierte. Die beiden 84-jährigen Senioren - die Frau war beinamputiert und bettlägrig - verbrannten bei lebendigem Leib. Der Täter versuchte anschließend, mit einem Messer Selbstmord zu verüben. Er wurde von der Polizei gefunden und im Spital operiert.

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Das Haus, in dem die Horror-Tat begangen wurde (c) APA

Schauplatz des Tat war ein Wohnhaus im Bezirk Hartberg, in dem beide Paare - die Alten unten, die Jungen oben - gewohnt hatten. Gegen 22.45 Uhr war das Landeskriminalamt von der örtlichen Polizeiinspektion alarmiert worden. An Ort und Stelle bot sich den Ermittlern ein Bild des Grauens: "Die beiden sind regelrecht abgefackelt worden", berichtete Anton Kiesl vom LKA. Der Täter hatte eine elf Kilogramm schwere Propangasflasche auf den Boden gelegt und das ausströmende Gas angezündet

Bettlägerig
Die bettlägrige Frau - ihr waren wegen Diabetes beide Beine amputiert worden - war hilflos im Bett verbrannt. Ihr als rüstig, aber ebenfalls pflegebedürftig beschriebener Gatte dürfte noch versucht haben zu fliehen: Er wurde tot auf einer Gartenbank vor dem Haus sitzend gefunden. Die Wohnung war vollständig ausgebrannt.

Täter im künstlichen Tiefschlaf
Der mutmaßliche Täter war zunächst verschwunden. Erst im Zuge einer Suche wurde er Stunden später nahe des Wohnhauses umherirrend aufgegriffen. Er wies Schnitt- und Stichverletzungen auf, die offensichtlich von einem Suizidversuch herrührten. Der Mann wurde ins LKH Hartberg eingeliefert, wo er operiert wurde. Laut Ermittler, der sich auf Angaben des behandelnden Arztes bezog, wurde er in künstlichen Tiefschlaf versetzt und konnte vorerst nicht einvernommen werden. Lebensgefahr habe jedenfalls nicht bestanden.

Eherfrau unter Schock
Die Ehefrau des Mannes und Tochter des getöteten Paares stand unter Schock. Auch die Frau, die sich im Obergeschoß aufgehalten hatte, war durch den Brand und die intensive Rauchentwicklung in akuter Gefahr: Sie konnte sich durch einen Sprung aus dem Fenster in Sicherheit bringen und wurde von Angehörigen eines Kriseninterventionsteams betreut. Die Kinder des Paares dürften nicht zu Hause gewesen sein.

Rätselraten über das Motiv
Über das Motiv wurden vorerst nur Mutmaßungen angestellt: Die Rede war von Überfordertheit mit der Pflege und auch von einem Generationenkonflikt, der zu Streitigkeiten geführt hätte. Der Täter könnte alkoholisiert gewesen sein, wenn auch nicht stark.

Vom Gerichtspsychiater Reinhard Haller wurde die Tat als "hochgradig abnorm" bezeichnet. Es sei abzuklären, ob eine psychotische Krankheit vorliege. Die Tat sei "sicher kein reines Beziehungsdelikt". Neben einer Krankheit sei eventuell noch schwere Rache als Motiv denkbar. Auch wenn man im ersten Moment an einen Mitleidsmord denken könnte, sei dies durch die Art eher unwahrscheinlich, so Haller.

Foto: (c) APA

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