Steirerland steht unter Wasser

Hochwasser

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Steirerland steht unter Wasser

Die Pegelstände von Bächen und Flüssen erreichten ein gefährliches Niveau. Die obersteirischen Flüsse Enns, Salza und Mürz sowie Sulm und Raab in der Oststeiermark kratzten an der „roten Hochwasser-Warnmarke“.

Bundesheer hilft
Die Folge sind Murenabgänge und Überflutungen. Viele Straßen und Bahnstrecken mussten gesperrt werden (siehe Infobox). Hieflau (Bezirk Leoben), wo mehrere Brücken gesperrt wurden, wurde zum Katastrophengebiet erklärt. Am Nachmittag spitzte sich die Situation im Bezirk Feldbach zu: Zuflüsse der Raab traten über die Ufer, alle rund 1.000 Feuerwehrleute von 74 Wehren waren im Einsatz, um Gebäude zu sichern, Vieh zu retten und Keller auszupumpen. Ein Mann musste aus einem abgetriebenen Auto gerettet werden, die Bewohner zahlreicher Gebäude in Hatzendorf und Lödersdorf mussten mit Booten evakuiert werden, es kam zu Hangrutschungen. Die Ortschaften standen einen Meter unter Wasser, die Bürgermeister forderten die Hilfe des Bundesheers an.

Murpromenade gesperrt
Auch die Mur verwandelte sich in einen reißenden Strom – sicherheitshalber wurde die Murpromenade in Graz gesperrt. Die Suche nach dem am Dienstag bei Graz in die Mur gestürzten Auto – ÖSTERREICH berichtete – musste wegen des Hochwassers eingestellt werden. Noch immer ist unklar, ob und wie viele Menschen in dem türkisen Geländewagen saßen.

Unfälle und Brände
Auf den regennassen Straßen kam es zu zahlreichen Unfällen: Auf der Südautobahn bei Graz krachte in der Früh ein Lkw in eine Leitplanke, es bildete sich ein zehn Kilometer langer Stau. Einen Brandeinsatz gab es in Klosterwinkel (Bezirk Deutschlandsberg) – dort schlug ein Blitz in einem Stall ein. Die Tiere – Rinder und ein Schwein – konnten gerettet werden, das Gebäude brannte völlig aus.

Alarmbereitschaft
In Mariazell fielen seit Montag 137 Liter pro Quadratmeter, in Hall bei Admont 116 Liter und im Ausseerland bis zu 95 Liter. „Das entspricht einem durchschnittlichen Monatsniederschlag“, sagt Meteorologe Albert Sudy von der ZAMG. Da für die Abend- und Nachstunden weitere Niederschläge vorhergesagt wurden, blieben Feuerwehren und Bundesheer in erhöhter Alarmbereitschaft. Erst heute Nachmittag soll der Regen nachlassen.

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