04. Dezember 2009 08:31
Alarm auf der A2: Auf der Südautobahn zwischen Graz Ost und Laßnitzhöhe in
Richtung Wien fing ein Tanklaster Feuer. Der Lenker wurde verletzt. Das
Feuer hatte auch auf einen Wald übergegriffen.
Die Ursache für den spektakulären Unfall dürfte Sekundenschlaf gewesen sein.
Der Schaden wird mit rund 300.000 Euro beziffert.
Lkw aus Salzburg
Nach Angaben der Autobahnpolizei herrscht
inzwischen keine Gefahr mehr. Auch der Brand, der durch den auslaufenden
Treibstoff entstanden war und auf die Fahrbahn und angrenzenden Wald
übergegriffen hatte, war kurz nach 9.00 Uhr unter Kontrolle gebracht. Der
Unglücks-Lkw stammt aus dem Bezirk Salzburg-Umgebung. Die Transportfirma
reagierte geschockt, als sie von dem Unfall erfuhr. Eine Stellungnahme
lehnte sie ab.
Diesel und Benzin geladen
Der Unfall hatte sich kurz nach 8.00
Uhr auf der A2 zwischen dem Autobahnknoten Knoten Graz Ost und der Ausfahrt
Laßnitzhöhe in Fahrtrichtung Wien ereignet. Ein Tankwagen war gegen die
Leitschiene gekracht, umgekippt und in Brand geraten. Das Schwerfahrzeug,
das Diesel und Benzin geladen hatte, stand binnen kurzer Zeit in Vollbrand.
Es entwickelte sich eine schwarze Rauchsäule, was Autofahrer dazu
veranlasste, die Polizei von einem "Inferno" zu berichten.
Kanaldeckel flogen in die Luft
Seitens der Feuerwehr wurde
Großalarm gegeben. Der ausfließende Treibstoff setzte die Fahrbahn in Brand
und griff auch auf angrenzende Bäume über. Außerdem drang er in die
Kanalisation ein, wodurch es unterirdisch zu Explosionen kam und Kanaldeckel
ausgehoben bzw. in die Luft geschleudert wurden.
Lenker ist verletzt
Der 48-jährige Unglückslenker S. wurde mit
leichten Verletzungen ins LKH Weiz gebracht. "Er hatte riesiges Glück
und konnte sich noch selbst aus dem Lkw befreien", so ein
Feuerwehrmann. Weitere Personen sollen nicht zu Schaden gekommen sein. Die
Autobahn bleibt bis Samstag gesperrt. In beide Richtungen bildete sich ein
längerer Stau.