Wetter behindert Suche nach Lawinen-Opfer

Verschütteter

© APA/GEORG KOECHLER

Wetter behindert Suche nach Lawinen-Opfer

Die Suche nach jenem ungarischen Bergwanderer, der am Samstag auf dem Hochschwab in der Obersteiermark von einer Lawine verschüttet worden ist, wird vorläufig nicht wieder aufgenommen. Die Wetterlage lasse dies nicht zu, hieß es am Montag von der Polizei. Vor Mittwoch dürften sich die Bedingungen aller Voraussicht nach nicht bessern.

Die einzige Chance, zur vermutlichen Unglücksstelle in 1.800 Metern Seehöhe zu gelangen, sei mit dem Hubschrauber. Am Seil hängend könnten Einsatzkräfte mit Sonden im Lawinenkegel nach dem Vermissten suchen. Doch derzeit seien die Windverhältnisse so, dass ein Einsatz zu gefährlich wäre, so ein Sprecher der Polizeiinspektion Thörl.

Inzwischen sind auch Details über das Unglück bekannt geworden: So hat der gerettete Bergkamerad möglicherweise dem Umstand sein Leben zu verdanken, dass er etwas zurückgeblieben war, um Sachen aus dem Rucksack zu holen. Nachdem er sich wieder aufgerichtet hatte, war sein 47-jähriger Freund unter der Lawine verschwunden.

Obwohl beide Männer aus Sopron als erprobte Alpinisten galten, wird der Aufstieg durch das sogenannte G'hackte bei diesen extremen Bedingungen - die ja auch prognostiziert waren - von Experten als leichtsinnig beurteilt: "Wenn sie wirklich erfahren gewesen wären, hätten sie umgedreht."

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