5 Burschen als Friedhof-Schänder

Innsbruck

5 Burschen als Friedhof-Schänder

„Durch Hinweise aus der Bevölkerung und einige Zeugenaussagen konnten wir den Fall rasch auflösen“, bestätigt Polizeioberkommandant Hubert Thonhauser gegenüber ÖSTERREICH.

Vergangene Woche, in der Nacht von Freitag auf Samstag, lockte „das gruselige Gefühl“, wie Polizist Thonhauser beschreibt, fünf gebürtige Tiroler Burschen zwischen 14 und 17 Jahren aus Innsbruck und Umgebung auf den Soldatenfriedhof im Innsbrucker Stadtteil Amras.

Alkoholexzess
Zuerst besorgten sich die Jugendlichen etliche Flaschen starken Alkohols in einem Supermarkt. Danach folgte eine wahre Alkohol-Orgie, die in der Schändung von 136 Gräbern und der blasphemischen Verunstaltung des Jesu-Kreuzes auf dem Altar endete.

Die letzte Ruhestätte von gefallenen Soldaten aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg und von Tiroler Freiheitskämpfern wurde auf ruchlose und frevelhafte Art und Weise gestört. „Der Alkoholexzess der Burschen ging absolut zu weit“, sagt Thonhauser. „Ein Schmied konnte uns über die ungefähre Schadenshöhe aufklären. Diese dürfte sich auf 40.000 bis 50.000 Euro belaufen.“

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Einer der fünf Burschen bekam durch das große Medienecho kalte Füße und marschierte am Montagabend mit Anwalt zur Polizei. „Der Bursche gestand die Tat und versprach volle Wiedergutmachung“, erklärt Thonhauser. „Auch der Supermarkt-Leiter wird nach dem Jugendschutzgesetz angezeigt.“ Alle fünf Jugendlichen wurden auf freiem Fuß angezeigt.

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