Acht Jahre nach Mord: Festnahme

Innsbruck

Acht Jahre nach Mord: Festnahme

Mehr als acht Jahre, nachdem in Innsbruck eine niederösterreichische Studentin erstochen wurde, ist am Sonntag ein Tatverdächtiger festgenommen worden, wie das Bundeskriminalamt am Montag bekannt gab. Bei dem 29-Jährigen handelt es sich um einen ehemaligen Studienkollegen der 19-Jährigen. Der Mann wurde am Montag in Wien von den Ermittlern befragt.

Heimkehraus Australien
Der Mann hielt sich bis Sonntag im Ausland auf, als er am Sonntag in Schwechat ankam, klickten die Handschellen. Dem Vernehmen nach soll er sich auf dem Rückweg von Australien nach Österreich befunden haben, wo er gearbeitet hatte. Eine offizielle Bestätigung gab es von Bundeskriminalamtssprecherin Silvia Strasser dazu nicht. Es handle sich um einen österreichischen Staatsangehörigen. Aus welchem Bundesland der Mann stammt, wollte Strasser nicht kommentieren.

Eine Entscheidung, ob über den Verdächtigen die U-Haft verhängt wird, wird voraussichtlich am Dienstag erfolgen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Innsbruck sei der Antrag dafür bereits gestellt worden. Der zuständige Richter in Innsbruck werde dann per Videokonferenz den Verdächtigen zur Tat und den Vorwürfen einvernehmen, der im Laufe des Montags in die Justizanstalt Wien-Josefstadt eingeliefert werden soll. In den darauffolgenden Tagen soll der Verdächtige dann nach Tirol überstellt werden.

Cold Case
Der Durchbruch in dem Fall gelang durch Beamte des Cold Case Managements des Bundeskriminalamts, die in Kooperation mit dem Landeskriminalamt Tirol den Fall im November 2012 neu aufgerollt haben. Aufgrund dieser Ermittlungen wurde der ehemalige Studienkollegen als möglicher Täter ausgeforscht.

Die Studentin aus Niederösterreich wurde am 23. Juni 2005, zwei Tage vor ihrem 20. Geburtstag, in den frühen Morgenstunden im Innsbrucker Stadtteil Pradl erstochen. Ein Pensionist fand die blutüberströmte Leiche der Niederösterreicherin vor einer Telefonzelle. Die junge Frau war mit zwei Messerstichen in den Brustbereich und in den Rücken getötet worden. Die vom Täter verwendete Tatwaffe, vermutlich ein Küchenmesser, konnte trotz umfangreichen Suchaktionen nicht sichergestellt werden.


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