EURO-Fan wegen Kopftritt verurteilt

Nachspiel

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EURO-Fan wegen Kopftritt verurteilt

Ein strafrechtliches Nachspiel im Wiener Grauen Haus hatte am Donnerstag die heurige Fußballeuropameisterschaft. Ein kroatischer Fußball-Fan sitzt seit dem 20. Juni in der Bundeshauptstadt in U-Haft. Der 25-jährige Elektriker hatte vor dem Spiel Kroatien - Türkei am Stephansplatz ohne ersichtlichen Grund einen 32-jährigen Mann attackiert. Er versetzte diesem einen Faustschlag und trat ihm wuchtig gegen den Kopf, als sich dieser aufrappeln wollte.

Der rabiate Kroate wurde jetzt wegen absichtlicher schwerer Körperverletzung rechtskräftig zu neun Monaten Haft, davon zwei Monate unbedingt, verurteilt. Der Elektriker bleibt somit noch einige Tage im Gefängnis, ehe er in seine Heimat abgeschoben wird.

"Problemfan"
Der Glatzkopf, der ohne Match-Karte nach Wien kam, wurde von der Polizei dank einer Warnung der kroatischen Exekutive bereits erwartet worden. Der "Problemfan" wurde den ganzen Tag observiert. Gegen 18 Uhr 30 streckte der Kroate zunächst einen 32-jährigen Passanten zu Boden, der zufällig am Stephansplatz vorbeigekommen war, sich von der weitgehend friedlichen Feier-Stimmung anstecken ließ und mit den Fans weit mehr als nur seinen Durst löschte.

Ehe sich der Wiener erheben konnte, trat der Mann "wie beim Schuss eines Fußballspielers mit voller Wucht gegen seinen Kopf". Das Opfer hatte Riesenglück: Der Verletzte musste zwar vier Tage im Spital behandelt werden, kam mit einer Gehirnerschütterung, Prellungen, Rissquetschwunden und einer gezerrten Halswirbelsäule aber vergleichsweise glimpflich davon.

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