Am Samstag

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"Feuer in den Alpen" im Zeichen des Umweltschutzes

Umweltschützer in Österreich, Deutschland, Frankreich, Slowenien, Italien und der Schweiz werden sich am Samstag, dem 9. August, wieder an der alljährlichen Aktion "Feuer in den Alpen" beteiligen, um auf die Gefährdung dieses Lebensraumes hinzuweisen. Auf den Gipfeln Hunderter Berge werden Holzstöße entzündet, um weithin sichtbar zur Einhaltung der Alpenkonvention aufzurufen.

Das erste derartige Feuer war 1985 im schweizerischen Val Madris aus Protest gegen die Zerstörung des Tales entfacht worden. In der Folge beteiligten sich immer mehr besorgte Menschen im gesamten Alpenraum an dieser Aktion. Es sind sowohl Einzelpersonen als auch Vereine und Initiativen, die in ihrer jeweiligen Region diesen Schritt zum Schutz der Umwelt setzen.

Zeichen für Gemeinsamkeit
Die Aktion versteht sich auch als ein Zeichen für die Gemeinsamkeiten der Menschen in den Alpen sowie für die Bereitschaft, die Zukunft selbst in die Hand zu nehmen. Die Ziele wurden 1991 festgeschrieben: "Die Alpen sind eine uralte Landschaft, ihr Eigenwert ist das im Laufe der Generationen langsam Gewachsene: Ob Boden, Pflanzen, Lebewesen, was hier Bestand hat, hat einen langen Weg hinter sich. Jeder schnelle, unausgewogene Eingriff in diesen Lebensraum wirkt zerstörerisch. Diese Eigenart und diesen hiesigen Wert der Zeit gilt es wahrzunehmen und zu achten."

Im Jahre 2002 hat die Alpenschutz-Kommission CIPRA die Koordination der Aktion "Feuer in den Alpen" übernommen. Die Kärntner "Feuermacher" gehören neben den Tirolern zu den aktivsten in Österreich. Ausgehend vom Oberen Drautal entwickelte sich eine regelrechte "Feuerkultur". Der Villacher Hausberg Dobratsch wurde sozusagen das "Zentrum" dieser Art von Widerstand gegen die Zerstörung der Umwelt. In den Karawanken brennen Feuer für eine gute Nachbarschaft zwischen Kärnten, Slowenien sowie Friaul-Julisch Venetien.

"Unsere Aktion ist sichtbarer Ausdruck einer gemeinsamen Gesinnung, eines gemeinsamen Anliegens zwischen Ligurien und Slowenien. Entscheidungen in der EU zu den Themen Verkehr, Landwirtschaft und anderen Bereichen haben die Dramatik nur noch verschärft. Mit dem Arbeitsplatz-Argument steigt die Chance, dass die Bedrohung der Alpen weiter zunimmt. Mut und Witz und Widerstand müssen ebenfalls weiter zunehmen", betonte der Kärntner Umweltschützer Gerhard Leeb, Initiator des Projektes "Alpenstadt des Jahres" im Vorfeld der diesjährigen Aktion.

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