Kitzbühel will russische Milliardärin nicht haben

Gemeinderäte dagegen

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Kitzbühel will russische Milliardärin nicht haben

Die Gemeinde Aurach hat sich gegen den beabsichtigten Hauskauf durch die russische Bauunternehmerin und Frau des Moskauer Bürgermeisters, Jelena Baturina, im Raum Kitzbühel ausgesprochen. Von 13 Gemeinderäten hatten lediglich fünf an der Abstimmung teilgenommen, wovon vier gegen einen Immobilienkauf waren. Jetzt ist die Grundverkehrsbehörde in der BH Kitzbühel am Zug, die ihren Bescheid dann an die Landesgrundverkehrskommission schicken wird.

"Für einen Hauskauf muss entweder wirtschaftliches, öffentliches oder kulturelles Interesse bestehen", hatte der Auracher Bürgermeister erklärt. "Ich kann nicht erkennen, wo sich Baturina bei uns in der Gemeinde einbringt", wurde ein Gemeinderat in der Samstagsausgabe der "Tiroler Tageszeitung" (TT) zitiert. Andererseits habe bereits die Wirtschaftslandesrätin von einem großen wirtschaftlichen Interesse gesprochen.

Der Grundverkehrsreferent der BH Kitzbühel, Martin Grander, hatte ein ergänzendes Ermittlungsverfahren durchgeführt. Das Abstimmungsergebnis der Gemeinde Aurach geht nun an ihn. Anschließend entscheidet die BH Kitzbühel als zuständige Behörde und schickt den Bescheid an die Landesverkehrskommission. "Dann können entweder der Landesgrundverkehrsreferent oder Frau Baturina Berufung dagegen einlegen", hatte Grander vergangene Woche erläutert.

Zweiter Anlauf
Für die russische Milliardärin ist es bereits der zweite Anlauf, das Doppelhaus in der Auracher Kochau zu erwerben. Zuvor wollte die Frau des Moskauer Bürgermeisters die Immobilie über eine Gesellschaft erwerben, die Landesgrundverkehrskommission hatte abgelehnt. Danach war Baturina selbst als Käuferin aufgetreten und hoffte auf "öffentliches Interesse".

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