Lawine im Zillertal: Ein Toter

Tirol

Lawine im Zillertal: Ein Toter

Ein Mitarbeiter der Bergbahnen ist am Mittwoch im Skigebiet Hochfügen in der Gemeinde Fügenberg im Tiroler Zillertal (Bezirk Schwaz) beim Erstellen eines Schneeprofils von einer Lawine erfasst und getötet worden. Der Mann war gemeinsam mit einem Kollegen zur Beurteilung der Lawinengefahr im freien Gelände. Dort wurden die beiden von einem Schneebrett verschüttet.

Die Lawine hatte sich gegen 14.30 Uhr unterhalb des sogenannten "Pfaffenbühels" gelöst. Während einer der beiden Bergbahnmitarbeiter nur teilverschüttet wurde und die Rettungskette in Gang setzte, wurde der andere unter den Schneemassen begraben.

Der 49-Jährige wurde bei der sofort eingeleiteten Suchaktion gefunden und geborgen. Für ihn kam aber jede Hilfe zu spät, alle Reanimationsversuche blieben ohne Erfolg. Angehörige und Arbeitskollegen wurden psychologisch betreut. Die Erhebungen der Alpinpolizei waren vorerst noch nicht abgeschlossen.

Lawinenwarnstufe 3
In Tirol herrscht Lawinenwarnstufe 3. Die Gefahr oberhalb von 2.200 Metern ist "verbreitet erheblich".

Vor allem Triebschneeansammlungen, die sich in den vergangenen Tagen gebildet hätten, sind nach Angaben des Lawinenwarndienstes störanfällig und könnten immer noch bei zumeist schon geringer Zusatzbelastung als Lawine ausgelöst werden. Falls diese Lawinen bis in tiefere Schichten durchreißen, könnten sie auch mittlere Größen erreichen. Besonders in den Gebieten entlang des Alpenhauptkammes seien vereinzelt auch Fernauslösungen möglich.

Gefahrenstellen lägen in steilen Hängen aller Expositionen, wobei Anzahl und Verbreitung der Gefahrenstellen mit der Höhe zunehmen würden. Skitouren und Variantenfahrten erforderten unverändert Erfahrung in der Beurteilung der Lawinensituation, erklärten die Experten.
 

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