Mailand ist Italiens Drogenhauptstadt

Kokain & Co

© Gepa

Mailand ist Italiens Drogenhauptstadt

Wie aus einer Studie der lokalen Gesundheitsbehörden hervorgeht, ist der Rauschgiftverbrauch in der Industriemetropole dreimal so hoch wie im Rest des Landes. Jeder zweite Mailänder hat in seinem Leben Drogen konsumiert, ergab die Studie. Italien sei nach Spanien und Großbritannien das Land, in dem europaweit das meiste Kokain konsumiert wird.

Steigerung um 50 Prozent
"Mailand ist ein Labor für die Drogenhändler. Hier testen sie neue Strategien, um den Markt auszuweiten", so der Experte Riccardo Gatti nach Angaben der Mailänder Tageszeitung "Corriere della Sera" am Samstag. Seit 2004 sei der Konsum von Ecstasy-Tabletten und Heroin um 50 Prozent gestiegen. Die Drogen würden immer häufiger mit billigen Substanzen vermischt, um die Kosten zu reduzieren, was für die Gesundheit der Konsumenten besonders schädlich sei.

Gatti warnte, dass auf europäischer Ebene keine Gesetze zur Bekämpfung des Alkohol- und Drogenkonsums verabschiedet worden seien. "Die EU regelt alles, nur in punkto Rauschgift und Alkohol gibt es keine gemeinsame Politik", erklärte der Experte.

Studie schlägt Alarm
Vor allem wegen des rasant wachsenden Kokain-Konsums herrscht in Italien Alarm. Laut einer Studie der Universität von Florenz wurde in den Abwässern der toskanischen Hauptstadt im vergangenen Jahr mehr Kokain als in der Millionen-Stadt London festgestellt. Laut den Experten wurden in der 370.000-Einwohner-Stadt in sechs Monaten zwölf Kilo Kokain konsumiert, was über 482.000 Einheiten entspricht. Darüber hinaus wurde ein Kilo Heroin verbraucht.

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