Rätsel um Innsbrucker Parksünder

Seit November

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Rätsel um Innsbrucker Parksünder

Seit Ende November steht in der Roseggerstraße Tirols frechster Parksünder in der gebührenpflichtigen blauen Zone – ohne je einen Cent bezahlt zu haben. Jeden Tag kommt ein Strafzettel dazu, der blaue VW Polo ist vom Magistrat längst mit einer Parkkralle stillgelegt worden. Vom Besitzer – einem Südtiroler Studenten – fehlt jede Spur.

Verkauft
ÖSTERREICH erreichte nun den ehemaligen Pkw-Inhaber, der anonym bleiben will. Der ist über die Angelegenheit stinksauer und beteuert, das Auto bereits vor einem halben Jahr um 500 Euro an einen Studienkollegen aus Südtirol verkauft zu haben. Als er in der Zeitung über den Strafzettelrekord las, fiel er aus allen Wolken. „Ich war mit dem Käufer in Südtirol auf dem Amt und habe zusammen mit ihm den Wagen umgemeldet. Den Kaufvertrag und die Ummeldung habe ich schwarz auf weiß.“

Keine Reaktion
Der Ex-Besitzer fürchtet jetzt, dass die Strafen auf ihn zurückfallen könnten, da in Italien das Kennzeichen auf dem Auto trotz Besitzerwechsels immer dasselbe bleibt. Immerhin haben sich mit 36 Strafzetteln, Mahngebühren und einer Anzeige der Polizei schon knapp 1.000 Euro aufgetürmt. Dumm nur: Dem neuen Besitzer scheint das egal zu sein: „Ich erreiche ihn einfach nicht.“

Beobachtet
Magistrats-Amtsleiter Elmar Rizzoli sieht die Sache geduldig: „Er kann die Parkkralle nur entfernen, wenn er sich bei uns meldet. Dann wird es aber teuer.“ Ausforschen kann der Magistrat den Südtiroler nicht. Italien gibt keine Daten frei. Nachbarn erzählen inzwischen, der Student hole öfter Sachen aus seinem Wagen – vor Kurzem sogar eine Rodel.

Der Ex-Besitzer will einfach nur Ruhe: „Ich habe mit der Sache nichts zu tun“, sagt er zu ÖSTERREICH.

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