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Fünf Frauen klagen an:

Sexskandal um Festspiele

„Wir sind empört, dass trotz der allseits bekannten Faktenlage die notwendigen Konsequenzen noch immer auf sich warten lassen, sowohl vonseiten der Präsidentschaft der Festspiele als auch vonseiten der zuständigen Politik“ – das schreiben fünf Künstlerinnen am Mittwoch in einem offenen Brief an Hans Peter Haselsteiner. Der Unternehmer ist Präsident der Tiroler Festspiele Erl und steht als solcher seit gestern erneut in der Kritik.

"Unerwünschte Küsse auf den Mund und die Brust"

Die „Faktenlage“, auf die sich die fünf Frauen – sie stammen aus Deutschland, Italien, Weißrussland und der Schweiz – beziehen, sind die schweren Vorwürfe der sexuellen Übergriffe durch den künstlerischen Leiter Gustav Kuhn, die Anfang des Jahres bekannt wurden: „Auch einige von uns waren solchen ausgesetzt“, heißt es in dem Brief: „Unerwünschten Küssen auf den Mund oder auf die Brust, Begrapschen unter dem Pullover, Griff zwischen die Beine etc., von obszöner verbaler Anmache ganz zu schweigen.“ Es ist das erste Mal, dass sich Künstler namentlich an die Öffentlichkeit wenden, bis dato gab es diesbezüglich nur anonyme Vorwürfe.

Kuhn gerät damit erneut massiv unter Druck. Er lässt die Vorwürfe via Anwalt zurückweisen – und Klagen in den Raum stellen. Haselsteiner hatte den „Maestro“ bei der Erl-Eröffnung am 6. Juli in Schutz genommen: „Wein, Weib und Gesang ist etwas, was wir gut nachvollziehen können“, witzelte er damals.

Suspendierung.
Indes verlangten die in Tirol mitregierenden Grünen eine vorläufige Suspendierung Kuhns, und die SPÖ fordert, die Förderungen abzustellen.

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