09. Februar 2010 10:04

Lawinenopfer 

Suche nach Verschüttetem abgebrochen

Wegen der deutlich gestiegenen Lawinengefahr, musste die Suchaktion wieder beendet werden.

Suche nach Verschüttetem abgebrochen
© AP

Die Suche nach einem von einer Lawine auf der Nordkette oberhalb von Innsbruck verschütteten Franzosen ist am Dienstag kurz nach 11.00 Uhr erneut erfolglos abgebrochen worden. Die Lawinengefahr stieg deutlich an und machte den Einsatz für die rund 85 Retter zu riskant. Eine Fortsetzung wird voraussichtlich erst wieder in den frühen Morgenstunden möglich sein.

Die extreme Länge des Lawinenkegels und die Steile des Geländes machte die Suche sehr schwierig. Noch am Montag wurde das LVS (Lawinen-Verschütteten-Suchgerät) des jungen Mannes zusammen mit seiner Jacke gefunden. Auch das Handy des Vermissten konnte am Montagabend geortet werden. Eine gezielte Suche in einem eingegrenzten Gebiet verlief allerdings ergebnislos.

Der Franzose war am Montag gegen Mittag im Bereich der Gleirschspitze auf einer Höhe von 1.800 Metern von einem Schneebrett erfasst worden. Gemeinsam mit einem Begleiter fuhr er im freien Skiraum ab, als sich die Lawine oberhalb der Arzler Alm löste. Sein Begleiter blieb unverletzt.

Lawinengefahr
Auch in ganz Salzburg sowie in der Obersteiermark herrschte am Dienstag erhebliche Lawinengefahr (Stufe 3). Trotz klarem Schönwetter waren die Gefahrenstellen meist sehr schwer zu erkennen: Seit Samstag sind im Land Salzburg verbreitet 20 Zentimeter Neuschnee gefallen, in den Hohen Tauern lokal über einen halben Meter. Dieser Neuschnee verdeckt häufig ältere Einwehungen.

Nicht anders sieht es in Vorarlberg aus. Oberhalb von 1.800 Metern wird ei Lawinengefahr als erheblich (Stufe 3) eingestuft. Schneebrettauslösungen waren laut Lawinenwarndienst immer noch durch einzelne Personen möglich, unerfahrene Wintersportler sollten die gesicherten Pisten nicht verlassen.

Perfektes Bergwetter
Trotz teilweise perfektem Bergwetter ist die Lawinenwarnstufe in Nieder- und Oberösterreich ist unverändert erheblich. Durch die starke Sonneneinstrahlung seien Selbstauslösungen von Lawinen zu erwarten, so die Experten.

Nach den für Mittwoch prognostizierten Niederschlägen wurden für Donnerstag bis zu 20 Zentimeter Neuschnee vorausgesagt.


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