Tierschützer bekennen sich zu Anschlag

Novartis-Feuerteufel

Tierschützer bekennen sich zu Anschlag

Ein angeblicher Österreich-Ableger der militanten Tierschutzorganisation MFAH (Militant Forces against Huntington Life Science) hat sich auf einer Internetseite zum Brandanschlag auf das Jagdhaus von Novartis-Konzernchef Daniel Vasella in Bach im Tiroler Bezirk Reutte bekannt. In der Botschaft drohte er mit weiteren Aktionen.

Die Tiroler Kriminalabteilung hat daraufhin den Fall abgegeben. Zuständig sei das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung im Wiener Innenministerium. Dort wurden die Ermittlungen bestätigt. Weitere Informationen gab es dazu vorerst nicht.

Tat genau geschildert
In ihrem Schreiben, das laut Schweizer Nachrichtenagentur "sda" "20 Minuten Online" am Donnerstag publik machte, schilderten die Tierschützer ihre Tat ausführlich. So seien 60 Liter Benzin an zwei Stellen um das Ferienhaus platziert worden. Mehrere Benzinkanister seien vor dem Dach über dem Haupteingang angebracht worden, um das gestapelte Holz im Innern zu entzünden und somit eine möglichst große Wirkung zu erzielen. Eine zweite Ladung sei am hölzernen Garagentor platziert worden.

Weitere Aktionen angekündigt
Das Feuer hatte großen Sachschaden angerichtet. Bei dem Gebäude handelt es sich um das jagdliche Wirtschaftsgebäude. Vasella betreibt im Außerfern eine mehrere tausend Hektar große Jagd. Das Bekennerschreiben wurde mit "MFAH Austria" unterzeichnet. In dem Text drohen die militanten Tierschützer Vasella mit weiteren Aktionen, sollte sich Novartis nicht vollumfänglich vom Tierversuchslabor Huntingdon Life Sciences (HLS) zurückziehen.

Der Novartis-Konzern ist in der Schweiz Angriffen militanter Tierschützer ausgesetzt. Im Juli wurde unter anderem das Grab der Mutter Vasellas geschändet. Dabei gruben die Täter die Urne der 2001 verstorbenen Ursula Vasella aus und entwendeten diese. Weiter verschmierten sie den Grabstein mit roten Buchstaben und schrieben darauf "Drop HLS Now", was so viel heißt wie "Zieh dich aus HLS zurück". Dazu kamen laut Schweizer Medienberichten bedrohte Novartis-Angestellte, brennende Autos von Mitarbeitern oder eine in Flammen aufgegangene Sportanlage des Basler Konzerns in Frankreich.

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