Umgebauter Böller verletzt 13-Jährigen

Unfall in Tirol

© APA

Umgebauter Böller verletzt 13-Jährigen

Beim Hantieren mit einem Feuerwerkskörper ist am Freitagabend ein 13-Jähriger in Kirchbichl (Bezirk Kufstein) schwer verletzt worden. Der Bub steckte einen Schweizerkracher und das Schwarzpulver aus einem weiteren dieser Kracher in ein Metallrohr und schlug mit einem Hammer darauf. Schon beim ersten Schlag explodierte die Konstruktion und verletzte den 13-Jährigen schwer an der linken Hand.

Im Keller gebastelt
Der Bub hatte gemeinsam mit einem zwölfjährigen Freund im Keller eines Hauses an der gefährlichen Konstruktion gebastelt. Sie schnitten zuerst ein Stück des Rohres ab und füllten es dann mit dem Schweizerkracher und dem Schwarzpulver. Mit der linken Hand verschloss der ältere Bub das Rohr. In der rechten Hand hielt er den Hammer. Der Zwölfjährige hatte seinem Freund noch geraten, zum Verschließen des Rohrs doch lieber eine Kombizange zu nehmen. Offenbar allerdings ohne Erfolg.

Der 13-Jährige schlug mit dem Hammer zu und die Explosion der improvisierten Rohrbombe verletzte ihn schwer an der Hand. Zuerst wurde der Bub ins Krankenhaus Kufstein eingeliefert, aufgrund der Schwere der Verletzung musste er nach der Erstversorgung aber in die Innsbrucker Klinik überstellt werden. Der Zwölfjährige blieb unverletzt. Der Vater des unverletzten Buben wurde allerdings wegen fahrlässiger Körperverletzung angezeigt. Er hatte die Feuerwerkskörper der Klasse zwei, die erst ab 18 Jahren zugelassen sind, für die Kinder gekauft.

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